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Lange war die Industrieregion im Ruhrgebiet trotz Stahlkrise und struktureller Probleme im gesamtdeutschen Vergleich noch überdurchschnittlich wohlhabend, doch auch dieser Befund kippt: 2010 stand Nordrhein-Westfalen trotz einiger Boomtowns wie Münster und Düsseldorf erstmals auf der Empfängerseite des Länderfinanzausgleichs. Strukturkonservierende Hilfen wie die Steinkohleförderung standen allzu lange im Zentrum, neue Industrien wurden vernachlässigt.

Mit Arbeitslosenquoten von gut 10 Prozent – Gelsenkirchen liegt mit 14 Prozent an der Spitze – sieht es im Pott zwar aktuell kaum schlechter aus als im ostdeutschen Schnitt, doch dort gibt es eine klar positive Entwicklung. Dresden, Jena und Co. wachsen dynamisch. Rundum sinkt die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte, was die Zahl der Arbeitslosen weiter drücken wird. Da auch die Erneuerung der Infrastruktur weitgehend abgeschlossen ist, gehen im Osten die Förderziele aus.

Die Regionalpolitik sollte sich daher in den nächsten Jahren verstärkt dem „Aufbau West“ widmen, aber anders als vor der Wiedervereinigung eher Städten mit Strukturproblemen helfen, als dem ländlichen Raum, der sich inzwischen fast überall durch eine geringe Arbeitslosigkeit auszeichnet. Infrastrukturerneuerung, Bildung, Innovations- und Gründungsförderung bieten sich als Schwerpunkte an, da die Zeit industrieller Großansiedlungen sicherlich der Vergangenheit angehört.

Regionale Armut
IW-Pressemitteilung, 5. Dezember 2016

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Der Westen Deutschlands ist reich, der Osten arm – so pauschal läuft häufig die Armutsdebatte. Tatsächlich aber stehen vor allem westdeutsche Städte schlecht da, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die Politik könnte gegensteuern. mehr

5. Dezember 2016

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Die unterschiedlichen Preisniveaus führen dazu, dass in den deutschen Städten ein deutlich höherer Anteil der Einwohner armutsgefährdet ist als auf dem Land. Die Politik ist daher gefordert, die regionale Förderung neu auszurichten. mehr auf iwd.de

Mit einer neuen Regionalpolitik gegen Armut
Presseveranstaltung, 5. Dezember 2016

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Wenn es um Armut in Deutschland geht, werden in der öffentlichen Diskussion nicht selten pauschale oder fehlerhafte Argumente genutzt. So gilt häufig der Osten Deutschlands als arm, der Westen hingegen eher als reich. Doch so einfach ist es nicht. mehr