Stütze des Konsums Image
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Nach einigen mageren Lohnrunden lagen die Tarifzuwächse schon im vergangenen Jahr erstmals seit 2003 wieder über der Teuerungsrate – allerdings nur um 0,2 Prozentpunkte. In diesem Jahr setzt sich dieser Trend verstärkt fort. Aufs ganze Jahr gerechnet dürften die Tariflöhne real um 1,5 bis 2 Prozent zulegen. Allerdings kommt dies bei vielen Arbeitnehmern nur teilweise an. Denn die tatsächlich ausgezahlten „Effektivverdienste“ steigen in der Regel langsamer als die Tarife. Das liegt an tariflichen Öffnungsklauseln, die für betriebliche Bündnisse für Arbeit genutzt werden, an der in einigen Branchen geringen Tarifbindung der Betriebe, aber aktuell auch an der Kurzarbeit. Insgesamt dürfte die positive Reallohnentwicklung aber dennoch dazu beitragen, den Konsum zu stützen und „deflationären“ Tendenzen gegenzusteuern.

Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn
IW-Nachricht, 7. Dezember 2016

Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn Steiniger WegArrow

Die Deutsche Bahn verhandelt derzeit wieder mit der Eisenbahnergewerkschaft EVG und der Lokführergewerkschaft GDL. In den vergangenen Jahren zeigte sich vor allem die GDL als besonders streikfreudig. Doch diesmal drohen gleich beide Gewerkschaften mit Warnstreiks. mehr

Die Belastungs- und Aufkommenswirkungen der kalten Progression
IW policy paper, 2. Dezember 2016

Martin Beznoska Die Belastungs- und Aufkommenswirkungen der kalten ProgressionArrow

Von 2010 bis einschließlich 2015 hat sich die gesamte, nicht mittels Tarifanpassungen ausgeglichene Zusatzbelastung der Steuerzahler durch die kalte Progression auf 36,5 Milliarden Euro summiert. Diese versteckten impliziten Steuererhöhungen durch die kalte Progression sind nicht durch die Gesetzgebung legitimiert und sollten daher von der Politik beseitigt werden. mehr