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Die Nachwuchssuche ist schwierig – bei Industriebetrieben und Dienstleistern gleichermaßen. Laut BIBB konnten zuletzt 44 Prozent der Betriebe des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes Stellen nicht besetzen, bei den unternehmensnahen Dienstleistern waren es 43 Prozent. Hier wurden vor allem qualifizierte und hochqualifizierte Fachkräfte gesucht.

Im Bereich der beruflichen Ausbildung zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Etwa jeder dritte Betrieb, der einen Ausbildungsplatz anbot, musste einen oder mehrere Ausbildungsplätze unbesetzt lassen. Zudem nimmt die Hälfte der befragten Betriebe an, dass sich die Suche nach Auszubildenden in den nächsten drei Jahren eher schwieriger gestaltet. Diese Aussage deckt sich mit den Ergebnissen des IW-Qualifizierungsmonitors aus dem Jahr 2011. Hier zeigte sich, dass mehr als jedes vierte ausbildungsaktive Unternehmen Schwierigkeiten bei der Besetzung von Ausbildungsstellen hatte. Zudem bemerkten 37 Prozent der Betriebe, dass sich die Rekrutierung von Auszubildenden schwieriger gestaltete als noch im Jahr 2010.

Trotzdem rütteln die meisten Firmen nicht an ihrem Ausbildungsplatzangebot - 75 Prozent der Ausbildungsbetriebe wollen laut BIBB ihr Angebot unverändert lassen. Dies zeigt, dass viele Betriebe die Ausbildung weiterhin als guten Weg erkennen, den eigenen Fachkräftenachwuchs zu sichern. Denn schon im ersten Ausbildungsjahr sind Auszubildende etwa die Hälfte der Zeit, die sie im Ausbildungsbetrieb verbringen, produktiv tätig. Auch dies hat sicherlich einen positiven Einfluss auf eine stabile Entwicklung des Ausbildungsplatzangebots.

IW-Kurzbericht, 14. Februar 2017

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Bereits in den letzten Jahren haben Zuwanderer erheblich zur Fachkräftesicherung in MINT-Berufen beigetragen. Bestrebungen, MINT-Zuwanderer aus dem Herkunftsland Indien zu gewinnen, zeigen erste Erfolge – sowohl die Zahl der Beschäftigten in akademischen MINT-Berufen als auch die Zahl der Studierenden in MINT-Fächern sind zuletzt deutlich gestiegen. mehr

Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-Industrie
Gutachten, 9. Februar 2017

Holger Schäfer Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr