Privatschulen Image
Quelle: Fotolia

Eine aktuelle Untersuchung der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung räumt zwar ein, dass Schulen in freier Trägerschaft den staatlichen Einrichtungen in nichts nachstehen – auf einigen Gebieten sind sie sogar besser. Gleichzeitig gesteht man den Privatschulen aber keine adäquate staatliche Finanzierung zu. Sie werden von den Ländern vielfach finanziell knapp gehalten. Darüber findet sich in der Studie indes kein Wort. Es fehlt z.B. eine systematische Gegenüberstellung der gezahlten staatlichen Finanzhilfen pro Schüler an einer freien Schule und den entsprechenden Ausgaben für eine staatliche Schule. Auf diese Weise wird ausgeblendet, dass in vielen Bundesländern Privatschulen nur die Hälfte der Zuschüsse bekommen wie staatliche Schulen. Um diese Finanzlücke zu kompensieren, erheben die freien Schulen Schulgeld.

Genau hier setzt nun die Argumentation der Studie wieder ein. Sie wirft den Schulen in freier Trägerschaft vor, die „soziale Segregation“ zu fördern. Sie sei damit eine Einrichtung ausschließlich für die bürgerliche Mitte. Indem der Staat die Schulen nicht ausreichend finanziert, sorgt er aber letztlich dafür, dass Schuldgeld erhoben werden muss. Das Problem könnte mithin schnell beseitigt werden, wenn die freien Schulen von den Ländern finanziell genauso gut ausgestattet würden wie die staatlichen Einrichtungen. Damit würde auch der Beitrag anerkannt, den private Bildungsanbieter für den Wettbewerb im Schulsystem leisten.

Handlungsbedarf in MINT-Fächern
Gastbeitrag, 13. Dezember 2016

Christina Anger in der Fuldaer Zeitung Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind gegenwärtig deutlich mehr Stellen zu besetzen als Personen arbeitslos gemeldet sind. Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisse der aktuellen Pisa-Erhebung keine gute Nachricht, schreibt IW-Bildungsökonomin Christina Anger in der Fuldaer Zeitung. mehr

IW-Report
IW-Report, 9. Dezember 2016

Tobias Hentze Stärkung der Schulinfrastruktur in Nordrhein-WestfalenArrow

Die Idee der Landesregierung, mehr Geld in Schulen zu investieren, ist zu begrüßen. Allerdings führt die vorgeschlagene Finanzierung über einen Schattenhaushalt zu einem weniger transparenten Haushalt, einer Umgehung der Schuldenbremse und einem größeren Risiko für die derzeitigen und zukünftigen Steuerzahler. mehr

PISA-Studie
IW-Nachricht, 6. Dezember 2016

Neue PISA-Studie Großer Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Nach einem jahrelangen Aufwärtstrend haben sich die Kompetenzen deutscher Schüler zuletzt nicht weiter verbessert. In Mathematik und den Naturwissenschaften haben sie sich im Vergleich zu anderen OECD-Staaten sogar leicht verschlechtert. Das ist insbesondere angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs in den MINT-Berufen eine schlechte Nachricht. mehr