PISA-Studie Image
Quelle: Fotolia

Besonders erfreulich ist, dass vor allem die schwächeren Schüler zuletzt aufgeholt haben. Der Anteil der Jugendlichen mit erheblichen Lernschwächen hat deutlich abgenommen. Herkunft und Migrationshintergrund bleiben zwar weiterhin zwei Faktoren, die wesentlich den Bildungserfolg der Jugendlichen bestimmen. Aber auch hier gilt: Der Einfluss des Elternhauses auf den Schulerfolg ist etwas schwächer geworden.

Die PISA-Studie 2009 belegt: Die Reformen, die das hiesige Schulwesen nach der ersten PISA-Erhebung im Jahr 2000 aus dem Dornröschenschlaf geweckt haben, beginnen zu wirken. Ganztagsbetreuung und Bildungsstandards, Lernstands-Erhebungen, Vergleichsarbeiten und zentrale Abschlussprüfungen, interne und externe Evaluationen – all dies hat den Eifer der Verantwortlichen in den Schulen beflügelt, ihren originären Bildungsauftrag zu erfüllen: Jugendliche zur Ausbildungs- und Studierreife zu führen. Dies zeigt, wie wichtig Transparenz und Vergleiche sind, um bildungspolitische Fortschritte zu erzielen. PISA 2009 sollte daher Ansporn sein, jene Baustellen in der Schullandschaft anzugehen, die bisher unangetastet blieben: Dringend nötig sind beispielsweise eine verbesserte Lehrerausbildung und -fortbildung sowie ein leistungs- und zielorientiertes Vergütungsmodell für Rektoren und Lehrer.

Themen

PISA-Studie
IW-Nachricht, 6. Dezember 2016

Neue PISA-Studie Großer Handlungsbedarf in MINT-FächernArrow

Nach einem jahrelangen Aufwärtstrend haben sich die Kompetenzen deutscher Schüler zuletzt nicht weiter verbessert. In Mathematik und den Naturwissenschaften haben sie sich im Vergleich zu anderen OECD-Staaten sogar leicht verschlechtert. Das ist insbesondere angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs in den MINT-Berufen eine schlechte Nachricht. mehr

21. November 2016

Schule Grundkurs DigitalesArrow

Digitale Klassenzimmer sind hierzulande noch eher selten, wie eine Studie zeigt. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland weit zurück. Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung fordern daher eine bessere Vorbereitung in den Schulen auf die digitale Arbeitswelt. mehr auf iwd.de