Pharmazeutische Industrie Image
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Die Betriebsräte der großen Arzneimittelhersteller haben sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, um sich für die Belange der Branche einzusetzen. Dabei bereitet ihnen nicht nur das schlechte Image Sorgen, sie sehen auch die Planungssicherheit der Pharmaunternehmen gefährdet. Hintergrund ist der 2010 beschlossene Herstellerabschlag auf Medikamente in Höhe von 16 Prozent und die eingeführte Kosten-Nutzen-Bewertung für neue Arzneien. Insbesondere für langfristig agierende Pharmahersteller sind diese Neuregelungen problematisch, denn sie brauchen stabile wirtschafts- und gesundheitspolitische Rahmenbedingungen für ihre Investitionspläne.

Doch auf Konstanz kann die hochinnovative Branche hierzulande nicht bauen. Das hat Folgen: Viele Pharmaunternehmen bauen Personal ab. Seit 2007 ist die Beschäftigung in der pharmazeutischen Industrie um rund 10 Prozent gesunken. Viele große Pharmakonzerne haben zudem weitere größere Sparmaßnahmen in Deutschland angekündigt.

Dabei gehen nicht nur Arbeitsplätze für Akademiker in Forschung und Produktion verloren. Denn die Pharmaindustrie beschäftigt im Vergleich zu anderen Spitzentechnologiebranchen auch überdurchschnittlich viele gut ausgebildete Fachkräfte.

Jasmina Kitanovic
Beschäftigungsstrukturen in hochinnovativen Branchen
IW-Trends 4/2010

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Ordnungspolitisches Statement, 20. September 2016

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Der aktuelle Referentenentwurf zur Stärkung der Arzneimittelversorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) schafft es nicht, die Weichen für den Gesundheitsstandort Deutschland zu stellen. Stattdessen sollten die Gesetzgeber auf Bewährtes vertrauen. mehr

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Je höher die Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung steigen, desto eher wechseln Versicherte die Kasse. Das erhöht den Wettbewerb im Gesundheitssystem. Entsprechend kontraproduktiv wäre es, wenn der Zusatzbeitrag abgeschafft würde, nur weil er immer weiter steigt. mehr

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IW-Report, 7. Juni 2016

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In der Gesamtschau der Indikatoren verzeichnete die Pharmaindustrie im Jahr 2015 zwar ein positives Gesamtergebnis, zeigte aber im Vergleich zum Vorjahr ein schwächeres Wachstum. mehr