Pendlerpauschale Image
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Ein solches steuerpolitisches Hin und Her macht keinen Sinn. Deshalb ist Aktionismus fehl am Platz, auch wenn der hohe Spritpreis die Autofahrer belastet und eine höhere Pendlerpauschale bei allen Sympathie weckt, die mit dem Auto zur Arbeit fahren. Aber die Pauschale ist für alle Arbeitnehmer gleich hoch, unabhängig davon, welches Verkehrsmittel sie benutzen. Deshalb kann sie nicht ewig konstant bleiben und sollte bei allgemein steigenden Beförderungskosten erhöht werden. Das gilt allerdings nicht für kurzfristige Benzinpreisschwankungen.

Sozial ungerecht ist eine höhere Pendlerpauschale jedoch nicht. Denn Fahrtkosten sind laut Gesetz Aufwendungen, die notwendig sind, um überhaupt Einkommen erzielen zu können. Solche Werbungskosten müssen vom Bruttolohn oder –gehalt abgezogen werden, denn in Deutschland ist nur das Einkommen steuerpflichtig, das nach Abzug solcher Ausgaben verbleibt. Im Klartext: Wer höhere Werbungskosten hat, hat effektiv weniger verdient.

Die Belastungs- und Aufkommenswirkungen der kalten Progression
IW policy paper, 2. Dezember 2016

Martin Beznoska Die Belastungs- und Aufkommenswirkungen der kalten ProgressionArrow

Von 2010 bis einschließlich 2015 hat sich die gesamte, nicht mittels Tarifanpassungen ausgeglichene Zusatzbelastung der Steuerzahler durch die kalte Progression auf 36,5 Milliarden Euro summiert. Diese versteckten impliziten Steuererhöhungen durch die kalte Progression sind nicht durch die Gesetzgebung legitimiert und sollten daher von der Politik beseitigt werden. mehr

21. Oktober 2016

Gastbeitrag Was China mit der Neuen Seidenstraße wirklich willArrow

China verfolgt mit dem Infrastrukturprojekt „Neue Seidenstraße“ nicht nur wirtschaftliche Interessen, glaubt Martin Uebele von der University of Groningen. Der Dozent für „Economic and Social History“ geht davon aus, dass Peking auch auf der politischen Bühne eine wichtigere Rolle spielen will. Kein Wunder, schließlich sieht sich China nach seinem historischen Selbstverständnis als Weltmacht. mehr auf iwd.de

One Belt One Road – Chinas neue Seidenstraße
IW-Kurzbericht, 17. Oktober 2016

Thomas Puls One Belt One Road – Chinas neue SeidenstraßeArrow

China treibt das Projekt der Neuen Seidenstraße voran. Hohe Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur anderer Länder wurden beschlossen. Damit will China zum einen den Zugang zu den Weltmärkten effizienter gestalten und zum anderen die Entwicklung seiner bislang wirtschaftlich abgehängten Provinzen fördern. mehr