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Papst Benedikt XVI. Quelle: Dongio

Viele Äußerungen des Kirchenoberhauptes lesen sich wie eine moderne Vision von Ordnungspolitik à la Ludwig Erhard und Walter Eucken. Basierend auf den Prinzipien der Katholischen Soziallehre fordert der Papst Subsidiarität, Verantwortung und Wettbewerb innerhalb eines globalen Regelwerks und einen internationalen, unabhängigen Schiedsrichter. Transparenz, Ehrlichkeit und Verantwortung seien weitere Prinzipien, nach denen die Regeln ausgestaltet werden müssten. Letztlich bedürfe es eines Dreiklangs von Markt, Staat und Zivilgesellschaft, um Wohlstand und Gerechtigkeit weltweit zu sichern und zu fördern.

Heftig kritisiert Benedikt XVI. nur das Fehlverhalten Einzelner, die den Markt als Mittel für kurzfristige egoistische Ziele missbraucht haben. Unternehmen empfiehlt der Papst, nicht nur die Interessen der Aktionäre, sondern auch die von Kunden, Lieferanten, Arbeitnehmern und des sozialen Umfelds zu berücksichtigen und lobt in diesem Zusammenhang die Übernahme sozialer Verantwortung zahlreicher Unternehmen.

Unterm Strich ist die Enzyklika eine Fundgrube für kluge, weitreichende unternehmens- und wirtschaftsethische Handlungsanweisungen – für Unternehmer, Manager und Politiker.

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