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Die stabile Entwicklung der Armutsgefährdungsquote in den letzten Jahren zeigt nämlich vor allem eines: Die Einkommensarmen profitieren in gleicher Weise vom Wirtschaftswachstum wie die mittleren Einkommensbereiche. Genau genommen haben die unteren Einkommensbereiche seit 2005 sogar relativ gesehen höhere Einkommenszuwächse verzeichnet als die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung.

Darauf hat nicht zuletzt eine OECD-Studie aus dem vergangenen Jahr hingewiesen. Die Einkommensschere hat sich dadurch leicht geschlossen und die Ungleichheit ist etwas zurückgegangen. Solange sich die Einkommen der Armutsgefährdeten aber prozentual gleich wie die mittleren Einkommen entwickeln, sinkt die Armutsgefährdungsquote trotzdem nicht.

Es ist dennoch richtig, die Gruppen zu identifizieren, die überdurchschnittlich häufig und dauerhaft vom Armutsrisiko betroffen sind. Das sind in Deutschland vor allem Alleinerziehende, Arbeitslose und Menschen aus bildungsfernen Familien, nicht aber Erwerbstätige mit niedrigen Einkommen. Gezielte Maßnahmen wie eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie ein vereinfachter Zugang zu Bildungsmöglichkeiten sind daher zu begrüßen.

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Gastbeitrag, 29. Dezember 2016

Christoph Schröder in der Fuldaer Zeitung Mindestlohn belastet den ArbeitsmarktArrow

Zwei Jahre nach der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zieht Christoph Schröder, Experte für Tarifpolitik und Arbeitsbeziehungen im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, in einem Gastbeitrag für die Fuldaer Zeitung eine ernüchternde Bilanz. mehr

Gastbeitrag, 27. Dezember 2016

Knut Bergmann und Judith Niehues in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Wahrnehmung und WirklichkeitArrow

Tendenziell neigen insbesondere gutverdienende Menschen dazu, ihre Einkommensposition zu unterschätzen, wobei die Deutschen im internationalen Vergleich besonders pessimistisch sind. Ein Gastbeitrag von IW-Kommunikationsleiter Knut Bergmann und IW-Verteilungsforscherin Judith Niehues in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. mehr

Armuts- und Reichtumsbericht
IW-Nachricht, 14. Dezember 2016

Armuts- und Reichtumsbericht Viele positive EntwicklungenArrow

Mittlerweile kursiert der Entwurf des Fünften Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung im Internet. Der Bericht deutet auf viele positive Entwicklungen hin, dennoch werden in vielen Medien vor allem negative Befunde betont. Das ebenfalls dokumentierte Auseinanderdriften von gefühlter und messbarer Realität dürfte sich dadurch weiter verstärken. mehr