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Die stabile Entwicklung der Armutsgefährdungsquote in den letzten Jahren zeigt nämlich vor allem eines: Die Einkommensarmen profitieren in gleicher Weise vom Wirtschaftswachstum wie die mittleren Einkommensbereiche. Genau genommen haben die unteren Einkommensbereiche seit 2005 sogar relativ gesehen höhere Einkommenszuwächse verzeichnet als die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung.

Darauf hat nicht zuletzt eine OECD-Studie aus dem vergangenen Jahr hingewiesen. Die Einkommensschere hat sich dadurch leicht geschlossen und die Ungleichheit ist etwas zurückgegangen. Solange sich die Einkommen der Armutsgefährdeten aber prozentual gleich wie die mittleren Einkommen entwickeln, sinkt die Armutsgefährdungsquote trotzdem nicht.

Es ist dennoch richtig, die Gruppen zu identifizieren, die überdurchschnittlich häufig und dauerhaft vom Armutsrisiko betroffen sind. Das sind in Deutschland vor allem Alleinerziehende, Arbeitslose und Menschen aus bildungsfernen Familien, nicht aber Erwerbstätige mit niedrigen Einkommen. Gezielte Maßnahmen wie eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie ein vereinfachter Zugang zu Bildungsmöglichkeiten sind daher zu begrüßen.

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Regionale Armut
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Der Westen Deutschlands ist reich, der Osten arm – so pauschal läuft häufig die Armutsdebatte. Tatsächlich aber stehen vor allem westdeutsche Städte schlecht da, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die Politik könnte gegensteuern. mehr

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Armutsgefährdung hängt stark von regionalen Wirtschaftsstrukturen und Lebensverhältnissen ab, wie die Analyse der einkommensbezogenen Armutsquote und des Abschneidens im Regionalranking der IW Consult für die 402 deutschen Kreise zeigt. Eine Anti-Armutspolitik setzt deshalb am besten auf eine Kombination personenbezogener und regionalpolitischer Maßnahmen. mehr

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