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Die heutige Situation wird einmal als das „goldene Rentnerzeitalter“ bezeichnet werden – prophezeit zumindest die OECD in ihrem aktuellen Rentenausblick. Zukünftige Ruheständler werden das heutige Versorgungsniveau nicht mehr erreichen. Denn nicht nur die gesetzliche Rente wird knapper, nach Einschätzung der in Paris residierenden Ökonomen reichen auch die bisherigen privaten Sparanstrengungen der Deutschen nicht aus.

Mit ihrer Diagnose stützt sich die OECD vor allem auf die angeblich unzureichende Beteiligung am Riester-Sparen. Allein die Tatsache, dass die Deutschen nicht unisono diesen Förderweg nutzen, spricht aber noch nicht für ein Zwangssparen oder gar einen Zwangs-Riester. Alternativen wie die betriebliche Altersvorsorge, private Lebensversicherungen oder (Immobilien-)Vermögen müssten gleichermaßen berücksichtigt werden.

Mit Blick auf Beitragssatzstabilität und Versorgungsniveau führt dagegen kein Weg an einem höheren Rentenzugangsalter vorbei. Hierzulande hilft bereits der Übergang zur „Rente mit 67“, das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentnern zu stabilisieren. Steigt die Lebenserwartung auch nach 2030, ist eine weitere Anhebung der Altersgrenze unvermeidlich.

Kurz erklärt: Die OECD

Die Organization for Economic Co-operation and Development, also auf deutsch die Organisiation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, ist ein Zusammenschluss von 34 Nationen, meist Industrieländer. Die OECD mit Sitz in Paris gibt es seit 1961, sie ist die Nachfolgerin der Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit. Das Ziel war damals, ein gemeinsames Konzept zum wirtschaftlichen Wiederaufbau und zur Zusammenarbeit in Europa zu erarbeiten und umzusetzen. Bis heute ist die OECD Berater bei wirtschaftlichen Problemen, sie veröffentlicht Länderberichte über die wirtschaftliche Lage der Mitglieder und koordiniert die öffentliche Entwicklungshilfe. Ihr Ziel ist es heute unter anderem, den Welthandel weiter zu liberalisieren und auszuweiten sowie das Wirtschaftswachstum zu fördern, auch in Nichtmitgliedsländern.

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