Numerus Clausus für Bachelorstudiengängen Image
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Ein Studium ist für den Staat teuer: Im Durchschnitt kostet die adäquate Ausstattung eines einzelnen Studienplatzes 7.200 Euro – pro Jahr. Neben den leeren Kassen der Bundesländer trägt auch die zunehmende Mobilität der Absolventen dazu bei, dass die Länder ihr Studienangebot einschränken und sich einfach auf den Zuzug von anderswo ausgebildeten Absolventen verlassen. An den Hochschulen äußert sich dieses Denken auch in Zulassungsbeschränkungen: Inzwischen ist gut die Hälfte der Bachelorstudiengänge zulassungsbeschränkt, an den bundesweit größten 20 Universitäten sind es laut der Süddeutschen Zeitung sogar 68 Prozent.

Dabei gäbe es einen deutlich besseren Weg, bei den Hochschulen Anreize zu setzen: über eine nachfrageorientierte Hochschulfinanzierung. Sie ist ein Baustein des Konzepts der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln: Statt sich mittelfristig aus der Finanzierung der Hochschulen zurückzuziehen, sollte der Bund sein finanzielles Engagement dauerhaft beibehalten. Die Zahlung der Bundesmittel sollte sich dabei jedoch an der Absolventenzahl der Hochschulen orientieren statt pro zusätzlichem Studienplatz zu fördern. Auf diese Weise würden die Hochschulen belohnt, die viele Studierende zügig zum Abschluss führen.

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6. Dezember 2016

Bildung Kompetenzen stärken, Jobchancen verbessernArrow

In Europa können rund 70 Millionen Menschen nicht richtig lesen, schreiben und rechnen. Auch fehlt es vielen an digitalen Kompetenzen. Die EU-Kommission will das mit ihrer New Skills Agenda ändern. In deren Rahmen sollen unter anderem mehr junge Menschen für eine Berufsausbildung begeistert werden. Der Ansatz ist gut, doch mit dem Hauptpunkt der Agenda, einer „Kompetenzgarantie“, sendet die EU falsche Signale. mehr auf iwd.de

21. November 2016

Schule Grundkurs DigitalesArrow

Digitale Klassenzimmer sind hierzulande noch eher selten, wie eine Studie zeigt. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland weit zurück. Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung fordern daher eine bessere Vorbereitung in den Schulen auf die digitale Arbeitswelt. mehr auf iwd.de

Defizite bei Informatikern und Internet lähmen ländliche Regionen
IW-Kurzbericht, 16. November 2016

Oliver Koppel Defizite bei Informatikern und Internet lähmen ländliche RegionenArrow

Die Verfügbarkeit von IT-Akademikern und Breitbandinternet ist elementar, um die Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich bewältigen zu können. Ländliche Regionen weisen jedoch einen riesigen Rückstand im Vergleich zu Städten auf – und ihre Probleme sind zum Teil hausgemacht. mehr