Niedriglohnsektor Image
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Niedriglohnsektor und Beschäftigung gehen Hand in Hand. Seit 1995, als der Niedriglohnanteil noch 5 Prozentpunkte niedriger lag als heute, sind immerhin 2,7 Millionen neue Jobs entstanden. Wenn Arbeitslose im Niedriglohnsektor eine Arbeit finden, dann vergrößert sich einerseits zwar der Niedriglohnsektor, aber der Betreffende kann in aller Regel seine soziale Lage deutlich verbessern. Der Status eines Niedriglohnempfängers kann ohnehin nicht mit sozialen Problemen gleichgesetzt werden. Nur eine Minderheit von 22 Prozent der Niedriglohnempfänger ist armutsgefährdet, d.h. hat ein Einkommen von weniger als 60 Prozent des Durchschnitts. Die Mehrheit verfügt über weitere Einkommensquellen – zum Beispiel das Einkommen eines Partners – die sie über die Armutsschwelle hinweg heben. Als Niedriglöhner gilt, wer in Westdeutschland weniger als 9,50 Euro in der Stunde verdient, das entspricht dem Tariflohn eines Briefzustellers, eines Gebäudereinigers oder eines Verkäufers im Einzelhandel.

Risikogruppen haben es schwer
13. November 2014

Arbeitsmarkt Risikogruppen haben es schwerArrow

Die Beschäftigung in Deutschland legt weiterhin kräftig zu. Damit auch Risikogruppen wie Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte davon profitieren, brauchen sie Jobs mit einer entsprechenden Entlohnung und besonderen Beschäftigungsformen. Doch gerade diese Einstiege in den Arbeitsmarkt werden von der Bundesregierung zunehmend verbaut. mehr auf iwd.de

OECD-Studie
IW-Nachricht, 14. Mai 2014

OECD-Studie Auch Geringverdiener profitierenArrow

Der aktuelle OECD-Wirtschaftsbericht für Deutschland prangert an, dass trotz Wirtschaftswachstum und sinkender Arbeitslosigkeit die Armutsgefährdungsquote in Deutschland nicht sinkt. Die Schlussfolgerung, die unteren Einkommen würden hierzulande nicht vom Wachstum profitieren, ist aber schlichtweg falsch. mehr