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Der Anteil der Niedriglohnbezieher an allen Beschäftigten nimmt zu – laut Statistischem Bundesamt in den vergangenen vier Jahren von 19 auf 21 Prozent. Dahinter verbirgt sich jedoch nicht zwangsläufig ein sozialpolitisches Problem. Denn im fraglichen Zeitraum hat sich auch die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt um 1,4 Millionen erhöht.

Die Ausweitung des Niedriglohnsektors kam zustande, weil viele zuvor Arbeitslose – darunter auch zahlreiche Geringqualifizierte – eine Beschäftigung gefunden haben, wenn auch oft zu geringen Löhnen.

Mit der Aufnahme eines Niedriglohnjobs können die meisten Arbeitslosen ihre soziale Lage klar verbessern, wie eine IW-Untersuchung zeigt: Unter den Arbeitslosen beträgt die Armutsquote rund 60 Prozent, unter den Geringverdienern hingegen nur 16 Prozent. Und: Immerhin ein Viertel der Niedriglohnbeschäftigten schafft innerhalb eines Jahres den Aufstieg in eine höhere Lohngruppe. Demgegenüber müssen die wenigsten Normalverdiener den Abstieg fürchten: Nur 5 Prozent steigen pro Jahr ins Niedriglohnsegment ab.

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Risikogruppen haben es schwer
13. November 2014

Arbeitsmarkt Risikogruppen haben es schwerArrow

Die Beschäftigung in Deutschland legt weiterhin kräftig zu. Damit auch Risikogruppen wie Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte davon profitieren, brauchen sie Jobs mit einer entsprechenden Entlohnung und besonderen Beschäftigungsformen. Doch gerade diese Einstiege in den Arbeitsmarkt werden von der Bundesregierung zunehmend verbaut. mehr auf iwd.de

OECD-Studie
IW-Nachricht, 14. Mai 2014

OECD-Studie Auch Geringverdiener profitierenArrow

Der aktuelle OECD-Wirtschaftsbericht für Deutschland prangert an, dass trotz Wirtschaftswachstum und sinkender Arbeitslosigkeit die Armutsgefährdungsquote in Deutschland nicht sinkt. Die Schlussfolgerung, die unteren Einkommen würden hierzulande nicht vom Wachstum profitieren, ist aber schlichtweg falsch. mehr