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Der Zuwachs bei der Niedriglohnbeschäftigung entstand keineswegs durch einen entsprechenden Abbau bei der besser entlohnten Beschäftigung. Vielmehr ist per Saldo zusätzliche Beschäftigung entstanden. Der Anteil der Personen, die außerhalb des Arbeitsmarktes stehen, ist gesunken – die Integration hat sich verbessert.

Diese Erfolge, die auch zum Abbau der Arbeitslosigkeit in Deutschland in den vergangenen Jahren beigetragen haben, werden durch einen Mindestlohn gefährdet. Nach Berechnungen des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) betrug der Durchschnittsstundenlohn im Niedriglohnsektor knapp 6,70 Euro im Westen bzw. 6,50 Euro im Osten. Würden alle Beschäftigten den Gewerkschaftsmindestlohn von 8,50 Euro erhalten, entspräche das einer durchschnittlochen Bruttolohnerhöhung von 27 bis 30 Prozent – auf einen Schlag. Es ist kaum vorstellbar, dass solch eine Erhöhung ohne Beschäftigungsverluste ablaufen könnte.

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Minijobs im Alter
IW-Nachricht, 30. August 2016

Minijobs im Alter Rentner wollen sich was gönnenArrow

In Deutschland haben rund 900.000 Rentner einen Minijob. Was einige Politiker vorschnell als Signal für eine steigende Altersarmut werten, ist aber eigentlich positiv: Die Entwicklung dürfte eher auf einen gesunden Arbeitsmarkt zurückzuführen sein. mehr

IW-Kurzbericht, 1. August 2016

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Die Schwarzarbeit in Privathaushalten ist in den letzten 10 Jahren um bis zu einem Viertel gesunken. Dies ist insbesondere auf den großen Anstieg der Haushaltshilfen in Minijobs (plus 270 Prozent) zurückzuführen. Dennoch arbeiten weiterhin rund drei Millionen Haushaltshilfen in Deutschland schwarz. mehr

Frauen in Deutschland
17. März 2016

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Nicht nur am Equal Pay Day wird thematisiert, dass Frauen in Deutschland durchschnittlich ein Fünftel weniger verdienen als Männer. Die Gründe für diesen Unterschied sind vielfältig. Zum einen arbeiten Frauen viel häufiger als Männer in Teilzeit, weil sie sich eben immer noch mehr um den Nachwuchs kümmern als die Herren der Schöpfung. Das macht sich dann auch bei den Aufstiegschancen bemerkbar. Zum anderen sind Frauen öfter in Berufen und Branchen tätig, in denen weniger bezahlt wird als etwa in der Metall- und Elektro-Industrie. mehr auf iwd.de