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Der Zuwachs bei der Niedriglohnbeschäftigung entstand keineswegs durch einen entsprechenden Abbau bei der besser entlohnten Beschäftigung. Vielmehr ist per Saldo zusätzliche Beschäftigung entstanden. Der Anteil der Personen, die außerhalb des Arbeitsmarktes stehen, ist gesunken – die Integration hat sich verbessert.

Diese Erfolge, die auch zum Abbau der Arbeitslosigkeit in Deutschland in den vergangenen Jahren beigetragen haben, werden durch einen Mindestlohn gefährdet. Nach Berechnungen des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) betrug der Durchschnittsstundenlohn im Niedriglohnsektor knapp 6,70 Euro im Westen bzw. 6,50 Euro im Osten. Würden alle Beschäftigten den Gewerkschaftsmindestlohn von 8,50 Euro erhalten, entspräche das einer durchschnittlochen Bruttolohnerhöhung von 27 bis 30 Prozent – auf einen Schlag. Es ist kaum vorstellbar, dass solch eine Erhöhung ohne Beschäftigungsverluste ablaufen könnte.

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Ruf nach Regulierung
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Crowdworking Ruf nach RegulierungArrow

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales initiierten Dialogs „Arbeit 4.0“ werden gegen Ende dieses Jahres Vorschläge präsentiert, wie die sozialen Bedingungen und Spielregeln der zukünftigen Arbeitsgesellschaft gestaltet werden sollen. Dabei wird auch über eine Regulierung des Crowdworkings diskutiert. mehr

30. September 2016

Geringfügig Beschäftigte Minijobs sind kein JobmotorArrow

Minijobs haben, anders als gelegentlich behauptet, nichts zum Beschäftigungsaufbau der vergangenen zehn Jahre beigetragen. Im Gegenteil: Ihre Zahl ist zuletzt sogar leicht zurückgegangen. mehr auf iwd.de

Minijobs im Alter
IW-Nachricht, 30. August 2016

Minijobs im Alter Rentner wollen sich was gönnenArrow

In Deutschland haben rund 900.000 Rentner einen Minijob. Was einige Politiker vorschnell als Signal für eine steigende Altersarmut werten, ist aber eigentlich positiv: Die Entwicklung dürfte eher auf einen gesunden Arbeitsmarkt zurückzuführen sein. mehr