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Die Zahl der abgewickelten Flüge soll sich schrittweise um 50 Prozent erhöhen; die Passagierzahl könnte bis 2025 um fast zwei Drittel steigen. Problematisch ist jedoch das kürzlich verhängte Nachtflugverbot. Denn Frankfurt ist gleichzeitig einer der bedeutendsten Frachtflughäfen der Welt, über den etwas mehr als die Hälfte des deutschen Luftfrachtverkehrs abgewickelt werden. Im Vorjahr wurden hier 2,3 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen. Im Jahr 2010 entfielen wertmäßig 11 Prozent der gesamten deutschen Exporte in Höhe von 964 Milliarden Euro auf die Luftfracht, in den Wachstumsmärkten Amerika und Asien liegt der Anteil sogar bei rund einem Drittel. Der Flughafen Frankfurt steht damit für ein Ausfuhrvolumen von etwa 60 Milliarden Euro.

Zwar ist das Verbot nur vorläufig, aber bis zum endgültigen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig steht Lufthansa Cargo als Hauptkunde des Fracht-Drehkreuzes vor immensen Problemen – und muss eine Bestätigung des Urteils befürchten. Da die Nutzung der Frachträume in den Passagiermaschinen bei Tag und der reinen Cargoflieger in der Nacht miteinander verzahnt sind, ist eine Verlagerung der nächtlichen Frachtflüge nach Hahn, Köln-Bonn oder Leipzig nur begrenzt möglich. Eine Verschiebung auf die Tagesrandzeiten dürfte auch keine Option sein, da die Frachten in den Ausgangsflughäfen entweder so früh noch nicht versandfertig sind oder am Zielort zu spät ankämen. Weltweit sind die Luftfrachtströme auf nächtliche Logistik abgestimmt.

So droht nun der Frachtflughafen Frankfurt der Abstieg gegenüber der internationalen Konkurrenz. Der Passagier-Airport dagegen soll in den kommenden Jahren auch noch ein neues Großterminal bekommen und kann damit wieder optimistisch in die Zukunft blicken.

6. Januar 2017

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