Nationaler Bildungsbericht Image
Quelle: Fotolia

Eine Autorengruppe unter Federführung des Deutschen Instituts für internationale Pädagogische Forschung (DIPF) hat heute den nationalen Bildungsbericht vorgelegt. Dieser beleuchtet alle zwei Jahre im Auftrag der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) und des Bundesbildungsministeriums den Bildungsstand in Deutschland.

Eine Forderung der Autoren ist es, die Kinderbetreuung weiter auszubauen. Diesem Ziel sei Vorrang vor der Zahlung eines Betreuungsgeldes zu geben, da ansonsten die Ausbauziele nicht zufriedenstellend realisiert werden könnten.

Eine aktuelle IW-Studie belegt, dass sich der Ausbau der frühkindlichen Förderung auch für den Staat lohnt. Nach IW-Berechnungen würde bei einem flächendeckenden Angebot an Ganztagsbetreuung allein die Zahl der Vollzeit arbeitenden alleinerziehenden Mütter mit Kindern zwischen einem und zwölf Jahren um mehr als 84.000 steigen. Die Zahl der Alleinerziehenden in Teilzeit würde sich um annähernd 26.000 erhöhen.

Durch die zusätzlichen Steuereinnahmen, geringere Sozialausgaben sowie sinkende Kosten für die Nachqualifizierung, die durch eine frühere Förderung der Kinder entstehen, werden die Mehrausgaben bis zum Jahr 2035 gedeckt sein. Langfristig kann sogar eine Bildungsrendite von mindestens 5 Prozent erzielt werden.

Ansprechpartner

30. Dezember 2016

Kinderbetreuung Bund muss Kita-Lücken schließenArrow

Seit August 2013 haben Eltern Anspruch auf einen Betreuungsplatz, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist. Dennoch fehlen noch immer rund 228.000 Plätze für unter Dreijährige. Weil der Bedarf weiter steigen dürfte, sind die Gesetzespläne des Bundes ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung. mehr auf iwd.de

30. November 2016

Digitalisierung Digital und mobil für die FamilieArrow

Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten digital und mobil. Das führt zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie – wenn die Unternehmen die Chancen der Digitalisierung ergreifen. mehr auf iwd.de

IW-Trends, 24. November 2016

Andrea Hammermann / Oliver Stettes Familienfreundliche Arbeitswelt im Zeichen der DigitalisierungArrow

Die Digitalisierung birgt Potenziale, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Laut aktuellen Befragungsergebnissen im Rahmen des Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2016 sind Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen davon überzeugt. Fast jedes zweite stark digitalisierte Unternehmen – das sogenannte Unternehmen 4.0 – weist eine ausgeprägt familienfreundliche Unternehmenskultur auf. mehr