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Die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten liegt seit 2004 konstant bei knapp 5 Millionen. Ihre Anzahl war 2003 – nachdem die Minijob-Grenze von 325 auf 400 Euro angehoben wurde – zunächst sprunghaft gestiegen. Seitdem herrscht aber trotz des allgemeinen Beschäftigungsbooms Stillstand. Die 3 Millionen neuen Jobs in Deutschland entstanden in den vergangenen Jahren ausschließlich im Segment der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.

Konstant zugenommen hat dagegen die Zahl der Personen, die zusätzlich zu einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung – darunter auch Teilzeitjobs – einen Minijob nebenher ausüben. Auch diese haben stark von der rot-grünen Minijob-Reform im Jahr 2003 profitiert: Seither muss der Verdienst aus dem Minijob nicht mehr individuell versteuert und bei der Sozialversicherung verbeitragt werden. Deshalb kann ein Minijob im Nebenerwerb lohnender sein, als die Arbeitszeit im Hauptjob auszuweiten.

Im Übrigen ist über die Motive der Mehrfachbeschäftigten wenig bekannt. Dass es – wie die Presse mutmaßt – aus finanzieller Not heraus erfolgt, ist empirisch nicht nachzuweisen. Ohne Belege ist letztlich auch die Einschätzung der Grünen, dass es sich bei den Minijobs um eine berufliche Sackgasse vor allem für Frauen handeln würde. Im Gegenteil: Eine Befragung im Auftrag des Familienministeriums ergab, dass 85 Prozent der ehemals geringfügig Beschäftigten Frauen ihren Minijob nicht als Sackgasse sahen.

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Gastbeitrag, 29. Dezember 2016

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Zwei Jahre nach der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zieht Christoph Schröder, Experte für Tarifpolitik und Arbeitsbeziehungen im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, in einem Gastbeitrag für die Fuldaer Zeitung eine ernüchternde Bilanz. mehr

Ruf nach Regulierung
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