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Bislang ist auch in den am stärksten betroffenen Branchen, wie etwa dem Gastgewerbe, die Beschäftigung nicht gesunken. Quelle: Edenwithin

Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist nach wie vor in blendender Verfassung. Daran hat auch die Einführung des Mindestlohns zu Jahresbeginn nichts geändert. Weder ist die Arbeitslosigkeit stark angestiegen – auch nicht die der Geringqualifizierten –, noch ist in den am stärksten betroffenen Branchen die Beschäftigung gesunken. Im Gastgewerbe etwa nahm die Zahl der Beschäftigten sogar um 6 Prozent zu.

Als Beleg, dass der Mindestlohns unschädlich ist, taugt dies aber nicht: Erstens greifen Betriebe oft erst als letztes Mittel zum Stellenabbau. Viele Betriebe versuchen, die gestiegenen Lohnkosten zunächst durch Preiserhöhungen zu kompensieren. Erst wenn sich herausstellen sollte, dass dies dauerhaft zu weniger Nachfrage führt, geraten auch Arbeitsplätze in Gefahr. Zweitens überkompensiert die allgemein gute Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung mögliche negative Auswirkungen.

Ein deutlich negativer Effekt zeigt sich allerdings bei den Minijobs: Gegenüber dem Vorjahresmonat waren im Juni 2015 rund 200.000 Personen weniger geringfügig beschäftigt. Für die Hoffnung, dass diese Jobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umgewandelt wurden, gibt es keine Hinweise. Zwar stieg die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zuletzt stark an, doch die Zunahme im ersten Halbjahr 2015 unterscheidet sich nicht vom Anstieg im zweiten Halbjahr 2014.

Weniger Minijobs

Veränderung der Beschäftigungszahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat

Ansprechpartner

Ruf nach Regulierung
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Crowdworking Ruf nach RegulierungArrow

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales initiierten Dialogs „Arbeit 4.0“ werden gegen Ende dieses Jahres Vorschläge präsentiert, wie die sozialen Bedingungen und Spielregeln der zukünftigen Arbeitsgesellschaft gestaltet werden sollen. Dabei wird auch über eine Regulierung des Crowdworkings diskutiert. mehr

iwd
30. September 2016

Geringfügig Beschäftigte Minijobs sind kein JobmotorArrow

Minijobs haben, anders als gelegentlich behauptet, nichts zum Beschäftigungsaufbau der vergangenen zehn Jahre beigetragen. Im Gegenteil: Ihre Zahl ist zuletzt sogar leicht zurückgegangen. mehr auf iwd.de

Minijobs im Alter
IW-Nachricht, 30. August 2016

Minijobs im Alter Rentner wollen sich was gönnenArrow

In Deutschland haben rund 900.000 Rentner einen Minijob. Was einige Politiker vorschnell als Signal für eine steigende Altersarmut werten, ist aber eigentlich positiv: Die Entwicklung dürfte eher auf einen gesunden Arbeitsmarkt zurückzuführen sein. mehr