Neues vom Kaufkraftargument Image
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Die Berechnungen berücksichtigen nämlich nicht, dass der Mindestlohn nicht nur positive Konsequenzen hat: Durch entsprechende Vorgaben sinken die Unternehmensgewinne, was Kaufkraft und die Mittel für Investitionen reduziert. Außerdem würden durch einen Mindestlohn gegebenenfalls Arbeitsplätze für weniger qualifizierte Beschäftigte wegfallen oder ins Ausland verlagert. Beides führt am Ende zu merklichen Wachstumseinbußen.

Die Schlussfolgerung der Gewerkschaften aus den Zahlen der Pestel-Studie, wonach der Mindestlohn ein eigenständiges Konjunkturprogramm sein könnte, ist demnach höchst fahrlässig. Das IW Köln hat schon im Jahr 2011 in einer Studie (IW-Trends 4/2011) darauf hingewiesen, dass die Erwerbseinkommen nur dann um gut 19 Milliarden Euro ansteigen, wenn durch einen Mindestlohn keinerlei negative Beschäftigungswirkungen angestoßen werden. Fallen dagegen Arbeitsplätze weg, bleiben nur 15,6 Milliarden Euro an zusätzlichem Einkommen übrig. Natürlich bedeutet auch diese Summe zusätzliche Kaufkraft, doch die fehlt dann auf Unternehmensseite – letztlich wird das Geld also kurzfristig nur von einer Tasche in die andere verschoben. Langfristig drohen sogar, wie beschrieben, erhebliche negative Folgen für die Wirtschaft.

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Dass man mit 1.000 Euro irgendwo auf dem Land wesentlich besser zurechtkommen kann als in Hamburg oder München, leuchtet ein. In der Diskussion um die Einkommensarmut spielt das aber keine Rolle. Deshalb hat das IW Köln den einheitlichen Schwellenwert für Einkommensarmut um die unterschiedlichen Preisniveaus bereinigt – und kommt zu überraschenden Ergebnissen. mehr auf iwd.de