Von 6,56 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter können die Einwohner in München nur träumen: Dort weicht das Preisniveau um deutlich mehr als 50 Prozent vom deutschen Durchschnitt ab und liegt damit an der Spitze der Landkreise und kreisfreien Städte. Auch die Mieten im Münchner Umland – also in Starnberg, Fürstenfeldbruck, Dachau und Freising – sind deutlich überdurchschnittlich, wie die interaktive Karte des IW Köln zeigt.

Das Rhein-Main Gebiet mit dem Finanzplatz Frankfurt am Main, der Universitätsstadt Mainz und der Landeshauptstadt Wiesbaden, die Hansestadt Hamburg, Stuttgart oder die Metropolregion Rhein-Ruhr mit Köln und Düsseldorf an der Spitze sind neben der Metropolregion München die Mietregionen Deutschlands, die am stärksten vom Bundesdurchschnitt abweichen. Auch die Universitätsstandorte wie beispielsweise Freiburg, Heidelberg oder Münster weichen auffällig stark vom Durchschnitt ab.

In Berlin sieht die Sache indes anders aus. Dort wird zwar häufig über nicht mehr bezahlbaren Wohnraum geklagt, doch beim Vergleich der dortigen Mieten mit dem Bundesdurchschnitt zeigt sich, dass sie in Berlin nicht einmal 10 Prozent höher liegen. Das verdeutlicht einmal mehr, dass die Steigerung der Mietpreise in Berlin von einem äußerst geringen Niveau startete und auf Nachholeffekte zurückzuführen ist.

Die günstigsten Wohnungen findet man übrigens in den Landkreisen Prignitz, Tirschenreuth und Lüchow-Dannenberg. Dort zahlt man jeweils fast 40 Prozent weniger als im Bundesdurchschnitt.

Mietniveaus in den Regionen

Prozentuale Abweichungen vom Bundesdurchschnitt bei Neuvermietungen

Quelle: F+B, eigene Berechnungen

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