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Kritisch anzumerken ist, dass die Gewerkschaft schon nach der zweiten Verhandlungsrunde zu Warnstreiks aufrief. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Arbeitgeber schon ein erstes Angebot unterbreitet, das eine reale Einkommensverbesserung vorsah. Es ist zweifelhaft, ob solche Warnstreiks tatsächlich zu einer Beschleunigung der Verhandlungen beitragen.

Angesichts der heterogenen Entwicklung in der M+E-Industrie wäre zudem eine flexible Entgeltkomponente wünschenswert gewesen. Hier konnten sich die Arbeitgeber mit ihrem Wunsch nach einer betrieblichen Differenzierungsmöglichkeit nicht durchsetzen. Dafür konnten sie aber eine lange Laufzeit von 20 Monaten herausholen. Die IG Metall hatte ursprünglich 5,5 Prozent für 12 Monate gefordert. Da der Tarifvertrag nun bis Ende 2014 dauert, haben die Unternehmen eine längere Planungssicherheit.

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18. Januar 2017

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Die Metall- und Elektro-Industrie in Deutschland blickt vorsichtig optimistisch auf das neue Jahr: Sechs von neun Branchenverbänden der M+E-Industrie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) befragt hat, rechnen mit einem leichten Produktionszuwachs. Doch der drohende Brexit und der Regierungswechsel in den USA sorgen für Unsicherheit. mehr auf iwd.de

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Fünfzehn Jahre nach der Gründung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft fällt die Bilanz gemischt aus. Die Mitgliederzahl von ver.di ging um ein gutes Viertel zurück, die Finanzen sind wieder auf dem aufsteigenden Ast – auch dank höherer Lohnabschlüsse. mehr auf iwd.de