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Kritisch anzumerken ist, dass die Gewerkschaft schon nach der zweiten Verhandlungsrunde zu Warnstreiks aufrief. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Arbeitgeber schon ein erstes Angebot unterbreitet, das eine reale Einkommensverbesserung vorsah. Es ist zweifelhaft, ob solche Warnstreiks tatsächlich zu einer Beschleunigung der Verhandlungen beitragen.

Angesichts der heterogenen Entwicklung in der M+E-Industrie wäre zudem eine flexible Entgeltkomponente wünschenswert gewesen. Hier konnten sich die Arbeitgeber mit ihrem Wunsch nach einer betrieblichen Differenzierungsmöglichkeit nicht durchsetzen. Dafür konnten sie aber eine lange Laufzeit von 20 Monaten herausholen. Die IG Metall hatte ursprünglich 5,5 Prozent für 12 Monate gefordert. Da der Tarifvertrag nun bis Ende 2014 dauert, haben die Unternehmen eine längere Planungssicherheit.

Ansprechpartner

13. Februar 2017

M+E-Strukturbericht Markterschließung versus KostensenkungArrow

Die deutsche M+E-­Industrie ist stark globalisiert. Neben den Exporten werden dabei ausländische Produktionsstandorte immer wichtiger. Schon seit Jahren steigen die Direktinvestitionen im Ausland schneller als der inländische Kapitalstock. Arbeitskosten spielen dabei wieder eine größere Rolle. mehr auf iwd.de

7. Februar 2017

M+E-Strukturbericht Erfolgsstory mit ungewisser ZukunftArrow

Eine hohe und steigende Produktivität ist für die M+E-Industrie in Deutschland enorm wichtig. Nur so kann sie trotz hoher Lohnkosten ihre internationale Spitzenposition behaupten und im Export erfolgreich sein. Im Vergleich zu den übrigen Wirtschaftszweigen in Deutschland haben die M+E-Branchen ihren Produktivitätsvorsprung in den vergangenen 25 Jahren ausgebaut. Seit 2011 steigt die Arbeitsproduktivität aber kaum noch. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 26. Januar 2017

Galina Kolev / Thomas Puls Trumponomics und die deutsche AutoindustrieArrow

Die deutsche Wirtschaft blickt der Amtszeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Vorteile für die deutsche Wirtschaft, die aus den geplanten Steuersenkungen und dem Infrastrukturprogramm zu erwarten sind, dürften bei weitem durch die Gefahren überschattet werden, sollte seine handelspolitische Strategie umgesetzt werden und zu einer Trendwende bei der globalen Handelspolitik führen. Ein sich global ausbreitender Protektionismus wäre Gift für das deutsche Exportmodell. Für die Autoindustrie bestehen da besondere Risiken. mehr