Metalltarifrunde Image
Quelle: Fotolia

Die IG Metall hat das Angebot als „Unverschämtheit“ zurückgewiesen und mit massiven Warnstreiks gedroht. Eine solche Konflikteskalation in einem so frühen Stadium wäre unverhältnismäßig, weil mit Forderung und Angebot gerade erst die Suche nach einem für beide Seiten tragfähigen Kompromiss beginnt.

Die Streikdrohung der IG Metall ist auch deshalb voreilig, weil die Arbeitgeber zuletzt in der Tarifrunde des Jahres 2000 zu einem so frühen Zeitpunkt ein Angebot unterbreitet haben. Dies und die Tatsache, dass die Höhe des Angebots schon nahe am kalenderjährlichen Durchschnitt der Abschlüsse seit 2001 – rund 2,8 Prozent – liegt, signalisiert, dass die Arbeitgeber an einer raschen und konfliktfreien Lösung der Tarifrunde interessiert sind. Und: Schon das erste Angebot bedeutet eine Verbesserung der Reallöhne, selbst wenn es auf die Laufzeit von 13 Monaten gerechnet ist. Eine Eskalation des Konfliktes ist derzeit also wenig angebracht.

Ansprechpartner

Ruf nach Regulierung
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Crowdworking Ruf nach RegulierungArrow

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales initiierten Dialogs „Arbeit 4.0“ werden gegen Ende dieses Jahres Vorschläge präsentiert, wie die sozialen Bedingungen und Spielregeln der zukünftigen Arbeitsgesellschaft gestaltet werden sollen. Dabei wird auch über eine Regulierung des Crowdworkings diskutiert. mehr

IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Gewerkschaften Hundert Jahre AnerkennungArrow

Im Dezember 1916 wurden die Gewerkschaften in Deutschland als Interessenvertreter der Arbeitnehmer anerkannt. Hundert Jahre später kämpfen nicht nur die deutschen Gewerkschaften gegen ihren Bedeutungsverlust. mehr

Rührei-Prinzip wird GdF zum Verhängnis
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Arbeitskampfrechtsprechung Rührei-Prinzip wird GdF zum VerhängnisArrow

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in zwei Entscheidungen vom 25.8.2015 das Arbeitskampfrecht weiterentwickelt – jeweils am Streik der Fluglotsen (1 AZR 875/13 und 1 AZR 754/13). Am 26.7.2016 ist die dritte Lotsenstreik-Entscheidung ergangen (1 AZR 160/14), mit der seit längerer Zeit einmal wieder ein Streik für rechtswidrig erkannt und hieraus eine Schadensersatzpflicht der streikenden Gewerkschaft abgeleitet worden ist. mehr