Metall-Tarifabschluss Image
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Die IG Metall hatte nicht nur 5,5 Prozent mehr Lohn für 12 Monate gefordert, sondern auch eine Bildungsteilzeit für die persönliche Weiterbildung auf Kosten der Unternehmen und eine Neuregelung der Altersteilzeit. Der ausgehandelte Kompromiss besteht nun darin, dass die Gewerkschaft ihre Forderungen bei der Finanzierung des persönlichen Bildungsanspruchs zurückgeschraubt hat und die Arbeitgeber ihr erstes Angebot von 2,2 Prozent mehr Lohn deutlich aufgestockt haben.

In anderen Branchen, die derzeit verhandeln, stehen allerdings nicht nur andere Lohnforderungen, sondern auch andere qualitative Themen auf der Agenda: In der Chemischen Industrie geht es neben Lohnverhandlungen – hier werden 4,8 Prozent verlangt – um Forderungen nach einer Arbeitszeitentlastung Älterer. Im Öffentlichen Dienst müssen sich die Tarifpartner endlich darüber verständigen, wie Lehrerinnen und Lehrer eingruppiert werden. Außerdem will ver.di eine überdurchschnittliche Erhöhung der unteren Lohngruppen durchsetzen.

Jede Branche wird daher ihren eigenen Kompromiss ausloten müssen. Ein Blick auf die vergangenen Abschlüsse zeigt, dass der Korridor dafür recht weit ist. Zudem gibt es in diesem Jahr Stufenanpassungen aus dem Vorjahr, die wie bei Banken, Telekom oder Bauindustrie zwischen 2,1 und 2,6 Prozent liegen.

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13. Februar 2017

M+E-Strukturbericht Markterschließung versus KostensenkungArrow

Die deutsche M+E-­Industrie ist stark globalisiert. Neben den Exporten werden dabei ausländische Produktionsstandorte immer wichtiger. Schon seit Jahren steigen die Direktinvestitionen im Ausland schneller als der inländische Kapitalstock. Arbeitskosten spielen dabei wieder eine größere Rolle. mehr auf iwd.de

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Gutachten, 9. Februar 2017

Holger Schäfer Ökonomische Auswirkungen der Familienarbeitszeit auf die Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Das Familiengeld soll Eltern finanziell belohnen, die sich die Erwerbsarbeit in einem Korridor von 28 bis 36 Stunden gleichmäßig aufteilen. Eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Verbandes Gesamtmetall gemacht hat, zeigt, dass diese Leistung den Fachkräfteengpass in der Metall- und Elektro-Industrie verstärkt. mehr

7. Februar 2017

M+E-Strukturbericht Erfolgsstory mit ungewisser ZukunftArrow

Eine hohe und steigende Produktivität ist für die M+E-Industrie in Deutschland enorm wichtig. Nur so kann sie trotz hoher Lohnkosten ihre internationale Spitzenposition behaupten und im Export erfolgreich sein. Im Vergleich zu den übrigen Wirtschaftszweigen in Deutschland haben die M+E-Branchen ihren Produktivitätsvorsprung in den vergangenen 25 Jahren ausgebaut. Seit 2011 steigt die Arbeitsproduktivität aber kaum noch. mehr auf iwd.de