Metall-Tarifabschluss Image
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Die IG Metall hatte nicht nur 5,5 Prozent mehr Lohn für 12 Monate gefordert, sondern auch eine Bildungsteilzeit für die persönliche Weiterbildung auf Kosten der Unternehmen und eine Neuregelung der Altersteilzeit. Der ausgehandelte Kompromiss besteht nun darin, dass die Gewerkschaft ihre Forderungen bei der Finanzierung des persönlichen Bildungsanspruchs zurückgeschraubt hat und die Arbeitgeber ihr erstes Angebot von 2,2 Prozent mehr Lohn deutlich aufgestockt haben.

In anderen Branchen, die derzeit verhandeln, stehen allerdings nicht nur andere Lohnforderungen, sondern auch andere qualitative Themen auf der Agenda: In der Chemischen Industrie geht es neben Lohnverhandlungen – hier werden 4,8 Prozent verlangt – um Forderungen nach einer Arbeitszeitentlastung Älterer. Im Öffentlichen Dienst müssen sich die Tarifpartner endlich darüber verständigen, wie Lehrerinnen und Lehrer eingruppiert werden. Außerdem will ver.di eine überdurchschnittliche Erhöhung der unteren Lohngruppen durchsetzen.

Jede Branche wird daher ihren eigenen Kompromiss ausloten müssen. Ein Blick auf die vergangenen Abschlüsse zeigt, dass der Korridor dafür recht weit ist. Zudem gibt es in diesem Jahr Stufenanpassungen aus dem Vorjahr, die wie bei Banken, Telekom oder Bauindustrie zwischen 2,1 und 2,6 Prozent liegen.

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18. Januar 2017

IW-Verbandsumfrage 2017 Leichte Verunsicherung in der Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Die Metall- und Elektro-Industrie in Deutschland blickt vorsichtig optimistisch auf das neue Jahr: Sechs von neun Branchenverbänden der M+E-Industrie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) befragt hat, rechnen mit einem leichten Produktionszuwachs. Doch der drohende Brexit und der Regierungswechsel in den USA sorgen für Unsicherheit. mehr auf iwd.de

13. Januar 2017

ver.di Mit Streiklust gegen MitgliederschwundArrow

Fünfzehn Jahre nach der Gründung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft fällt die Bilanz gemischt aus. Die Mitgliederzahl von ver.di ging um ein gutes Viertel zurück, die Finanzen sind wieder auf dem aufsteigenden Ast – auch dank höherer Lohnabschlüsse. mehr auf iwd.de