M+E-Industrie Image
Quelle: Fotolia

Die IG Metall hat die Verhandlungen schon im Vorfeld mit Warnstreiks und Streikdrohungen begleitet. Damit hat sie eine Lösung erschwert, denn diese Aktionen senden keine Signale der Kompromissbereitschaft, sondern der Konfrontation. Und Kompromisse sind nötig, da die IG Metall bisher noch keinen Millimeter von ihren Zusatzforderungen abgerückt ist, die beide in die unternehmerische Entscheidungsfreiheit eingreifen – die geforderte Übernahmegarantie für Auszubildende ebenso wie das Vetorecht der Betriebsräte in der Frage, ob Zeitarbeiter im Unternehmen arbeiten sollen.

Ob ein Kompromiss gelingt, der personalpolitische Freiräume wahrt und zugleich die Perspektiven der Betroffenen noch weiter verbessert, ist offen. Wichtiger als eine Übernahmegarantie ist es, dass angesichts wachsender Fachkräfteengpässe auch benachteiligte Jugendlichen gefördert werden - hier sind die Arbeitgeber bereit, auf regionaler Ebene jeweils zusammen mit der IG Metall geeignete Fördermodelle zu entwickeln.

Auch bei der Zeitarbeit haben die Arbeitgeber bereits Zugeständnisse gemacht: Die Bezahlung der Zeitarbeiter soll durch branchenspezifische Zuschläge angepasst werden. Um diese höheren Kosten auszugleichen, sollten allerdings die Arbeitszeiten der Stammbelegschaften flexibler gestaltet werden.

Ansprechpartner

28. November 2016

EDV und Optoelektronik Eine Branche steht unter StromArrow

Die Hersteller von EDV-Geräten, mikroelektronischen Komponenten, Optoelektronik, Sensorik und Medizintechnik haben 2015 insgesamt 71 Milliarden Euro umgesetzt – gut 9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit hat sich die Hochtechnologiebranche in einem schwierigen globalen Umfeld hervorragend behauptet. mehr auf iwd.de

Arbeitskampf bei der Lufthansa
IW-Nachricht, 23. November 2016

Arbeitskampf bei der Lufthansa Teure Streiks Arrow

Die Deutsche Lufthansa und ihre Tochter Eurowings liegen im Dauerclinch mit den Gewerkschaften. Seit 2014 sind für den Konzern etwa 550 Millionen Euro an Streikkosten angefallen. Allein die vier Streiks seit September dürften 100 Millionen Euro verschlungen haben. Dieses Geld fehlt nicht nur den Aktionären, sondern kann auch nicht in höhere Gehälter fließen. mehr