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Mit 182 Millionen ein- und aussteigenden Passagieren ist die Luftfahrt an den deutschen Flughäfen etwa auf das Niveau des Jahres 2007 zurückgefallen. Allerdings wurde das Verkehrsaufkommen des Jahres 2000 noch immer um satte 27 Prozent übertroffen. Unter den größeren deutschen Airports schnitt Stuttgart mit einem Minus von 10 Prozent besonders schlecht ab; ein Hinweis auf die im Südwesten konzentrierte Exportindustrie, deren Geschäfte extrem gelitten haben. Frankfurt als Drehkreuz für den internationalen und innerdeutschen Verkehr schrumpfte im Rahmen des Gesamtmarktes, während sich die Berliner Flughäfen mit nur 2 Prozent Rückgang recht stabil zeigten.

Im laufenden Jahr ist ein moderater Verkehrsanstieg von etwa 2 bis 3 Prozent wahrscheinlich, erst 2011 dürfte das bisherige Rekordniveau von 2008 wieder erreicht werden. Daran, dass der Luftverkehr langfristig weiter wächst, besteht nach bisherigen Erfahrungen zwar kein Zweifel. Die hohen Raten der Jahre 2003 bis 2007 von 4 bis 8 Prozent Wachstum jährlich dürften in Deutschland indes der Vergangenheit angehören, da die Billiggesellschaften als treibende Kraft ihr Potenzial zunehmend ausgeschöpft haben.

Die Liniengesellschaften dürften künftig, wenn die Wirtschaft richtig anspringt, zwar wieder Kunden dazu gewinnen. Ihre Business-Class-Kunden, die in der Krise massiv abgesprungen sind, werden sie jedoch nicht allesamt auf die teuren Sessel zurückholen können. Wenn diese wieder in den Flieger steigen, begnügen sie sich aufgrund gekürzter Reisebudgets vermehrt mit der Economy-Klasse. Hierauf müssen Lufthansa, British Airways und Co. mit Kostensenkungen reagieren.

IW-Kurzbericht, 26. Januar 2017

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Die deutsche Wirtschaft blickt der Amtszeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Vorteile für die deutsche Wirtschaft, die aus den geplanten Steuersenkungen und dem Infrastrukturprogramm zu erwarten sind, dürften bei weitem durch die Gefahren überschattet werden, sollte seine handelspolitische Strategie umgesetzt werden und zu einer Trendwende bei der globalen Handelspolitik führen. Ein sich global ausbreitender Protektionismus wäre Gift für das deutsche Exportmodell. Für die Autoindustrie bestehen da besondere Risiken. mehr

Rührei-Prinzip wird GdF zum Verhängnis
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

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Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in zwei Entscheidungen vom 25.8.2015 das Arbeitskampfrecht weiterentwickelt – jeweils am Streik der Fluglotsen (1 AZR 875/13 und 1 AZR 754/13). Am 26.7.2016 ist die dritte Lotsenstreik-Entscheidung ergangen (1 AZR 160/14), mit der seit längerer Zeit einmal wieder ein Streik für rechtswidrig erkannt und hieraus eine Schadensersatzpflicht der streikenden Gewerkschaft abgeleitet worden ist. mehr

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Hagen Lesch ist Tarifexperte im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Im Interview mit der Rheinischen Post erklärt er, warum eine Zwangsschlichtung im Piloten-Streik bei der Lufthansa keine Lösung ist. mehr