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Dass die Werke von Airbus in Hamburg, Stade und Bremen ebenso wie die Standorte der EADS-Tochter Premium Aerotec in Nordenham, Varel und Augsburg mit Milliardenaufwand für die Kunststofftechnologie des neuen Sparfliegers fit gemacht wurden, liegt auch an den Erfahrungen des Konkurrenten Boeing. Sein Dreamliner B787 wurde noch immer nicht an den ersten Kunden ausgeliefert. Die Amerikaner haben weltweit die günstigsten Lieferanten gesucht und schließlich den Überblick über ihr komplexes Projekt verloren – erfüllt nur ein Teil nicht die hohen Anforderungen, kann schließlich das ganze Flugzeug nicht in die Luft. So gibt es zwar 850 Bestellungen für die B787, doch die Auslieferung verschiebt sich um drei Jahre. Nicht zuletzt deshalb konnte Airbus für sein Konkurrenzmodell schon 530 Aufträge verbuchen, obwohl es erst Mitte 2013 lieferbereit sein soll.

Auch wenn die Endmontage wie bei allen Airbus-Großraumfliegern in Toulouse erfolgt, so bieten die deutschen Werke nach dem Hochfahren der Produktion des A350 Arbeit für über 4.500 hoch qualifizierte Beschäftigte. Frankreich bekommt ähnlich viele Jobs ab. Weitere Stellen entstehen hierzulande bei vielen Zulieferern wie den Dresdener Elbe-Flugzeugwerken oder PFW Aerospace aus Speyer.

Zentrum von Airbus Deutschland ist Hamburg, wo trotz diverser Sparprogramme jetzt 11.200 Stammbeschäftigte arbeiten - zuzüglich mehrerer 100 Zeitarbeitskräfte. Im Jahr 2000 zählte der größte deutsche Airbus-Standort erst 7.600 Mitarbeiter. In den vergangenen Jahren wurden Verwaltungsstellen gestrichen und die Produktivität um etwa ein Drittel erhöht.

Rührei-Prinzip wird GdF zum Verhängnis
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Arbeitskampfrechtsprechung Rührei-Prinzip wird GdF zum VerhängnisArrow

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in zwei Entscheidungen vom 25.8.2015 das Arbeitskampfrecht weiterentwickelt – jeweils am Streik der Fluglotsen (1 AZR 875/13 und 1 AZR 754/13). Am 26.7.2016 ist die dritte Lotsenstreik-Entscheidung ergangen (1 AZR 160/14), mit der seit längerer Zeit einmal wieder ein Streik für rechtswidrig erkannt und hieraus eine Schadensersatzpflicht der streikenden Gewerkschaft abgeleitet worden ist. mehr

"Streikkasse der Piloten ist voll"
Interview, 30. November 2016

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Hagen Lesch ist Tarifexperte im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Im Interview mit der Rheinischen Post erklärt er, warum eine Zwangsschlichtung im Piloten-Streik bei der Lufthansa keine Lösung ist. mehr