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Allerdings dürfte auch der europäische Branchenprimus EADS-Airbus eine Reihe hochkarätiger Aufträge erhalten, unter anderem für sein Flaggschiff A380. Die deutschen Luft- und Raumfahrzeugbauer haben von der Wirtschaftskrise ohnehin wenig gespürt – ihre Umsätze wuchsen 2009 zweistellig. In Berlin geben sich nicht nur die deutschen und europäischen Hersteller von Luftfahrzeugen ein Stelldichein. Auch die großen Produzenten aus Übersee sind vertreten. In diesem Jahr nimmt anders als 2008 sogar der amerikanische Branchenriese Boeing teil. Immer wichtiger werden die asiatischen Hersteller, während Russland vor allem bei Teilen aus dem hochfesten Metall Titan punktet.

EADS und die übrigen „Europäer“ wie der Triebwerkshersteller MTU profitieren momentan vom schwachen Euro, da Flugzeuge und –teile traditionell in Dollar abgerechnet werden. Aber schon 2009 war trotz des damals noch schwachen Dollar für die heimische Branche ein gutes Geschäftsjahr. Die deutsche Luft- und Raumfahrzeugindustrie hat 2009 beim Umsatz um 16 Prozent auf 18 Milliarden Euro zugelegt. Die Exporte wuchsen um 12,3 Prozent, der Inlandsabsatz um 48 Prozent. In den kommenden Jahren könnten allerdings Einsparungen in den Verteidigungsetats zu Belastungen führen.

Rührei-Prinzip wird GdF zum Verhängnis
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Arbeitskampfrechtsprechung Rührei-Prinzip wird GdF zum VerhängnisArrow

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in zwei Entscheidungen vom 25.8.2015 das Arbeitskampfrecht weiterentwickelt – jeweils am Streik der Fluglotsen (1 AZR 875/13 und 1 AZR 754/13). Am 26.7.2016 ist die dritte Lotsenstreik-Entscheidung ergangen (1 AZR 160/14), mit der seit längerer Zeit einmal wieder ein Streik für rechtswidrig erkannt und hieraus eine Schadensersatzpflicht der streikenden Gewerkschaft abgeleitet worden ist. mehr

"Streikkasse der Piloten ist voll"
Interview, 30. November 2016

Hagen Lesch auf RP Online "Streikkasse der Piloten ist voll"Arrow

Hagen Lesch ist Tarifexperte im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Im Interview mit der Rheinischen Post erklärt er, warum eine Zwangsschlichtung im Piloten-Streik bei der Lufthansa keine Lösung ist. mehr