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Betrachtet man den Lohn von Frauen und Männern, muss man auch wirklich gleiche Verhältnisse miteinander vergleichen – und schon ändern sich die Differenzen etwas: Vollzeiterwerbstätige Frauen, die dieselbe Qualifikation aufweisen und in denselben Branchen tätig sind wie ihre männlichen Kollegen, müssen durchschnittlich etwa 12 Prozent weniger Geld in Kauf nehmen.

Allgemeine Vergleiche der Frauen- und Männerverdienste vernachlässigen häufig, dass Frauen beispielsweise verstärkt in Branchen arbeiten, in denen nicht selten geringere Durchschnittslöhne gezahlt werden. Hinzu kommen unterschiedliche Bildungsabschlüsse. Außerdem arbeiten Männer häufiger Vollzeit. Die IW-Berechnungen zeigen zudem, dass Frauen ohne Kinder oder Frauen mit Kindern geringere Lohneinbußen aufweisen, wenn sie rasch wieder in den Arbeitsmarkt zurückkehren, als Frauen mit langen Erwerbspausen. Will die Politik den Lohnabstand verringern, sollte sie beispielsweise mehr Kinderbetreuungsplätze anbieten und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter fördern.

Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern
IW-Kurzbericht, 17. Januar 2017

Holger Schäfer / Jörg Schmidt Arbeitszeitwünsche von Frauen und MännernArrow

Frauen und Männer haben unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich des Umfangs ihrer Arbeitszeit. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) verdeutlicht, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Ursache für divergierende Arbeitszeitwünsche darstellt. Allerdings unterscheiden sich die Wunscharbeitszeiten auch bei Frauen und Männern ohne Betreuungspflichten noch deutlich. mehr

Arbeitsmarktreformen – Unnötige Regulierungen
IW-Nachricht, 11. Januar 2017

Entgeltgleichheitsgesetz und Rückkehrrecht Unnötige RegulierungenArrow

Im Jahr 2016 waren so viele Menschen in Deutschland beschäftigt wie nie zuvor. Dennoch hat die Regierung in dieser Legislaturperiode noch zwei Arbeitsmarktreformen auf der Agenda: das Lohngerechtigkeitsgesetz und den Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit. Beide Gesetze sind weder nötig noch hilfreich. mehr

Interview, 9. Januar 2017

Wido Geis im MDR "Problem Männerüberschuss"Arrow

In den vergangenen Jahren sind viele Frauen aus dem Osten in den Westen gegangen. Inzwischen verlassen mehr Männer den Osten. Das geht aus einer Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Dennoch herrscht demnach in den strukturschwachen Regionen weiter Männerüberschuss. IW-Migrationsforscher Wido Geis auf MDR Aktuell zu den Folgen. mehr