Lohngefälle Image
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Betrachtet man den Lohn von Frauen und Männern, muss man auch wirklich gleiche Verhältnisse miteinander vergleichen – und schon ändern sich die Differenzen etwas: Vollzeiterwerbstätige Frauen, die dieselbe Qualifikation aufweisen und in denselben Branchen tätig sind wie ihre männlichen Kollegen, müssen durchschnittlich etwa 12 Prozent weniger Geld in Kauf nehmen.

Allgemeine Vergleiche der Frauen- und Männerverdienste vernachlässigen häufig, dass Frauen beispielsweise verstärkt in Branchen arbeiten, in denen nicht selten geringere Durchschnittslöhne gezahlt werden. Hinzu kommen unterschiedliche Bildungsabschlüsse. Außerdem arbeiten Männer häufiger Vollzeit. Die IW-Berechnungen zeigen zudem, dass Frauen ohne Kinder oder Frauen mit Kindern geringere Lohneinbußen aufweisen, wenn sie rasch wieder in den Arbeitsmarkt zurückkehren, als Frauen mit langen Erwerbspausen. Will die Politik den Lohnabstand verringern, sollte sie beispielsweise mehr Kinderbetreuungsplätze anbieten und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter fördern.

IW-Report
IW-Report, 15. Juli 2016

Andrea Hammermann / Jörg Schmidt / Oliver Stettes A web tool-based equal gender pay analysis for a competitive EuropeArrow

The equal pacE web tool is an interactive software application that informs the user about the extent of gender pay gaps in his or her organisation. In this IW-Report the researches present the tool's features and give an overview about the lessons learned from using the tool. mehr

Lohnlücke
IW-Pressemitteilung, 13. Juni 2016

Lohnlücke Der Staat muss nicht handelnArrow

Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich rund 21 Prozent weniger als Männer. Die Bundesregierung findet das besorgniserregend und will mit einem „Lohngerechtigkeitsgesetz“ gegensteuern. Doch eine Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: Die gesamtwirtschaftliche Lohnlücke ist wesentlich kleiner als gedacht, ein staatlicher Eingriff nicht gerechtfertigt. mehr