Lohnentwicklung Image
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Denn außer Acht bleibt, dass das Kostenniveau in der Industrie, die im Mittelpunkt des internationalen Wettbewerbs steht, nach wie vor das weltweit höchste unter den großen Volkswirtschaften ist. Übersehen wird auch, dass die Lohnzurückhaltung der zurückliegenden Jahre geholfen hat, die deutsche Wirtschaft wieder wettbewerbsfähig zu machen. In der Euphorie nach der deutschen Einheit stiegen die industriellen Arbeitskosten dagegen in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre um jährlich 6 Prozent. Über zwanzig Jahre hinweg gerechnet ergibt sich so für die heimische Kostendynamik im Verarbeitenden Gewerbe im internationalen Vergleich nur ein leicht unterdurchschnittlicher Wert.

Die zurückhaltende Lohnentwicklung der vergangenen Jahre hat überdies geholfen, Beschäftigung aufzubauen. Durch die größere Wettbewerbsfähigkeit war es den Unternehmen zuletzt auch möglich, trotz stark sinkender Produktivität die Belegschaften weitgehend stabil zu halten. Für eine Nachschlagsdiskussion ist es deshalb auch zu früh: Die industriellen Lohnstückkosten sind aktuell noch immer um 10 Prozent höher als vor der globalen Wirtschaftskrise.

13. Januar 2017

ver.di Mit Streiklust gegen MitgliederschwundArrow

Fünfzehn Jahre nach der Gründung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft fällt die Bilanz gemischt aus. Die Mitgliederzahl von ver.di ging um ein gutes Viertel zurück, die Finanzen sind wieder auf dem aufsteigenden Ast – auch dank höherer Lohnabschlüsse. mehr auf iwd.de

IW-Trends, 9. Januar 2017

Hagen Lesch Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.diArrow

Im Jahr 2001 schlossen sich fünf Gewerkschaften zur Vereinten Dienstleis­tungsgewerkschaft (ver.di) zusammen. Fünfzehn Jahre nach der Gründung fällt die ver.di-Bilanz eher gemischt aus. Die Anzahl der Mitglieder sank um 27 Prozent und die Tarifbindung ging in einzelnen Tarifbereichen spürbar zurück. mehr

2. Januar 2017

Tarifpolitik Reallöhne kräftig gestiegenArrow

Im Jahr 2016 haben die Tarifpartner in den größeren Branchen zumeist mehrstufige Entgelterhöhungen mit langen Laufzeiten vereinbart. Weil die Inflation niedrig ist, sind unterm Strich spürbare Reallohnzuwächse dabei herausgekommen. mehr auf iwd.de