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Tatsächlich zeigen zahlreiche Studien, die u.a. auf dem Sozio-oekonomischen Panel basieren, dass die Lebenszufriedenheit der Deutschen selten so hoch war wie heute. Zu kaum einem Zeitpunkt in der Geschichte gaben die Deutschen an, mit ihrer Lebenslage derart zufrieden zu sein.

Unabhängig davon gilt es bei allen Zufriedenheitsstudien zu bedenken: Natürlich mindern Geld- und Zukunftssorgen die Lebenszufriedenheit. Aber die Sorgen sind immer auch vom Umfeld mitbestimmt. Denn wer ist schon mit seinem Einkommen zufrieden, wenn der Kollege am gleichen Arbeitsplatz mehr verdient? Weniger das absolute als vielmehr das relative Einkommen zahlt auf das Glückskonto ein – schneidet der Einzelne im Vergleich zum sozialen Umfeld gut ab, ist er zufriedener mit seiner Lage.

Auch Gewöhnungseffekte – im Fachjargon beschrieben als „hedonische Tretmühle“ – führen dazu, dass man sich beispielsweise nach einer Gehaltserhöhung schnell an das neue Niveau gewöhnt. Bei der Suche nach dem „Guten Leben in Deutschland“ sollten deshalb diese und andere psychologische und verhaltensökonomische Einflüsse berücksichtigt werden, bevor vorschnell Politikmaßnahmen abgeleitet werden. Zudem gilt: Ein völlig sorgenfreies Leben kann in einer unsicheren Welt nicht einmal der beste Politiker den Wählern garantieren.

IW-Trends

Dominik Enste / Mara Ewers: Lebenszufriedenheit in Deutschland – Entwicklung und Einflussfaktoren

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Causes and Consequences of Corruption
IW-Report, 25. Januar 2017

Dominik Enste / Christina Heldmann Causes and Consequences of CorruptionArrow

Corruption is a main threat in many countries around the world. Therefore, the causes and consequences of corruption are analyzed in various empirical studies. Since the results are quite mixed, we have summarized the findings of the central empirical literature from the last two decades for a comprehensive overview. mehr

IW-Kurzbericht, 19. Dezember 2016

Mara Grunewald Zufriedenheit von Kleinkindern – Vorlesen macht klug und glücklichArrow

Glücksforscher untersuchen meist die Zufriedenheit der Erwachsenen und welche Einflussfaktoren diese fördern und verbessern. Doch Förderung kann bei den ganz Kleinen besonders fruchtbar sein. Dabei zeigt sich, dass nicht das Haushaltseinkommen, sondern gemeinsame Aktivitäten für das Glück der kleinsten Bürger Deutschlands entscheidend sind. mehr

IW-Kurzbericht, 1. Dezember 2016

Oliver Stettes Gute Arbeit: Höhere Arbeitszufriedenheit durch mobiles ArbeitenArrow

Digitale Technologien ermöglichen die Flexibilisierung von Arbeitsort und Arbeitszeit und vergrößern damit den Spielraum für ein selbstbestimmtes Arbeiten. Die IW-Beschäftigtenbefragung 2015 bestätigt, dass mobiles Arbeiten in der Tat mit mehr Zeitsouveränität im Job einhergeht. Die Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten, die mobil arbeiten, ist auch aus diesem Grund signifikant höher als die ihrer Kollegen, die nie mobil arbeiten. mehr