Krise in Griechenland Image
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Der IWF hat die nötige Expertise, Glaubwürdigkeit und Durchhaltekraft bei seinen Reformanforderungen – alles Eigenschaften, an denen es der EU mangelt. Vor allem ist der Reformdruck der EU nur so lange glaubwürdig, bis sich die absehbaren Proteste in Griechenland immer mehr gegen Brüssel und möglicherweise auch gegen Berlin richten. In diesem Fall würde die EU wohl einknicken und die Sparvorschriften aufweichen. Das aber würde die Griechen letztlich für ihren fiskalischen Schlendrian belohnen und ein fataler Präzedenzfall sein.

Man kann nur hoffen, dass es nicht zu spät ist, den Zorn der protestierenden Hellenen noch von Deutschland und der EU abzuwenden und auf den IWF als externen Sündenbock umzulenken. In diesem Arrangement, bei dem die griechische Spardisziplin durch den IWF gesichert ist, kann die Bundesrepublik gemeinsam mit anderen Euro-Staaten als Ko-Finanzierer mit bilateralen Krediten ihre Solidarität zeigen - und somit hoffentlich ihr Image wieder etwas aufpolieren.

Teilweise wird befürchtet, dass der IWF seine Hilfen an zu laxe Bedingungen binden könnte. Dies erscheint jedoch wenig wahrscheinlich. Zwar sind seine fiskalischen Reformforderungen weniger strikt geworden, aber damit hat der Fonds nur auf Kritik an seinen sehr harten Sparkursen reagiert. Bei den IWF-Programmen in Ungarn, Rumänien und Lettland scheinen die Vorschriften durchaus angemessen gewesen zu sein – die Länder berappeln sich momentan recht ordentlich. Zudem haben IWF und EU bei den Hilfspaketen für Ungarn, Rumänien und Lettland bei der Formulierung der Reformanforderungen gut kooperiert.

The Case for Reviving Securitization
IW-Kurzbericht, 26. September 2016

Markus Demary The Case for Reviving SecuritizationArrow

European financial markets are still fragmented. A lack of cross-border lending and cross-border asset holdings hinders the financing of the economy, the conduct of monetary policy as well as cross-border risk-sharing against asymmetric shocks. Reviving the market for securitizations is vital for achieving these goals. A true European Capital Markets Union is needed, but there are still a lot of obstacles to overcome. mehr

Why the ECB is not to blame for low interest rates
Gastbeitrag, 15. September 2016

Markus Demary auf EUROPP Why the ECB is not to blame for low interest ratesArrow

In the latest set of EU stress tests, several German lenders performed poorly. As Markus Demary writes in EUROPP (Blog of LSE about European Politics and Policy), some of this performance has been blamed on low interest rates squeezing the profitability of lenders. He argues that while the ECB has frequently been blamed for this situation, the reality is more complex and instead reflects long-term trends which can only be addressed by lasting structural reforms. mehr

8. August 2016

Bankenkrise Italienisches Banken-DilemmaArrow

Die italienische Regierung will die Regeln der EU-Bankenunion verwässern und staatliche Gelder zur Rettung der maroden Finanzinstitute einsetzen. Ansonsten müssten die italienischen Kleinanleger die Bankenrettung finanzieren – und könnten sich dafür an der Wahlurne rächen. Sogar der Ixit – die italienische Variante des Brexit – wäre dann nicht mehr ausgeschlossen. mehr auf iwd.de