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Wenn Unternehmen Beiträge auch auf Entgeltbestandteile jenseits der Bemessungsgrenze entrichten müssen, werden sie nach SPD-Angaben nicht nur um 4,5 Milliarden Euro belastet. Diese zusätzlichen Lohnnebenkosten fallen auch noch ausgerechnet bei hochqualifizierten Arbeitskräften mit überdurchschnittlichen Entgelten an. Angesichts des Fachkräftemangels ist dies das falsche Signal auf einem zunehmend freizügigen europäischen Arbeitsmarkt.

Vor allem kapitalintensiv produzierende Unternehmen sollen mit der Lohnsummensteuer verstärkt zur Finanzierung herangezogen werden. Das ist weder sachlich zu begründen noch ökonomisch sinnvoll. Ob kapital- oder personalintensive Produktion, unterm Strich müssen die Arbeitskräfte mit ihrer Wertschöpfung sämtliche Arbeitskosten erwirtschaften.

Am Ende hilft es der gesetzlichen Krankenversicherung nicht, mehr Mittel ins System zu pumpen. Mit dem Festhalten an der lohnsteuerähnlichen Beitragsfinanzierung werden die grundlegenden Probleme nicht behoben. Im Gegenteil, mit dem SPD-Vorschlag soll die private Krankenversicherung einkassiert werden – der einzige Bereich, in dem die Versicherten mit ihrer kapitalgedeckten Vorsorge nachfolgende Generationen entlasten.

14. Februar 2017

Entgeltfortzahlung Krankheit kostet MilliardenArrow

Die Ausgaben der Unternehmen für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben 2015 erstmals die Marke von 50 Milliarden Euro überschritten. Mit medizinischer Prävention ließe sich zwar gegensteuern – der Aufwand dafür darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden. mehr auf iwd.de

Wettbewerb in der Gesetzlichen Krankenversicherung
IW-Nachricht, 6. Januar 2017

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In vielen Regionen Deutschlands dominieren einzelne Krankenkassen den Markt. Das sollte aber nicht zulasten der Versicherten gehen. Eine wichtige Rolle spielt deshalb der kassenindividuelle Zusatzbeitrag. Denn Preisunterschiede zwischen den einzelnen Kassen signalisieren, wann sich ein Wechsel lohnt. mehr