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Fossile Kraftwerke haben darüber hinaus noch eine andere Aufgabe – sie stabilisieren die Stromerzeugung. Denn nur sie können exakt dann Strom liefern, wenn er gebraucht wird. Sonne und Wind hingegen sind von Tageszeiten und Wetter abhängig. Wenn bei abendlicher Dämmerung Flaute herrscht, muss fast der gesamte Strom auf konventionelle Weise erzeugt werden.

Die Modernisierung des Kraftwerksparks muss weiter vorangetrieben werden. Sonst wird in Zukunft mit alten statt effizienteren, klimafreundlicheren Kraftwerken Strom erzeugt. Ob die Elektrizitätswirtschaft diese Investitionen auch stemmt, ist momentan zweifelhaft. Zum einen stellt sich die Frage der Wirtschaftlichkeit, wenn die Anlagen immer kürzer laufen. Zum anderen ist der Protest gegen den Bau von Kraftwerken groß. Ohne moderne Kohle- und Gaskraftwerke wird aber die Energiewende nicht gelingen.

Kurz erklärt: Energiewende

Die Energieversorgung soll nachhaltiger werden – das ist das große Ziel der sogenannten Energiewende. Vor allem die erneuerbaren Energien sollen dafür ausgebaut werden. Denn lange Zeit fußte die Energieversorgung nur auf fossilen Energieträgern – also hauptsächlich auf Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle. Die Kraft aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse soll nun eine höhere Bedeutung erhalten – bis 2030 sollen die erneuerbaren Energien bereits die Hälfte des in Deutschland erzeugten Stroms liefern. Auch der 2011 beschlossene Atomausstieg gehört zum Konzept der Energiewende. Neben der Gewinnung von Energie spielt aber auch die Verwendung eine Rolle, wenn es um Nachhaltigkeit geht, das heißt, es geht auch darum, Energie zu sparen und effizienter zu nutzen. Dazu zählen beispielsweise neue Blockheizkraftwerke, die die Erzeugung von Wärme und Strom koppeln oder etwa Vorschriften für Häuslebauer, die ihre vier Wände besser dämmen müssen. Erstmals verwendet wurde der Begriff Energiewende übrigens bereits Anfang der 1980er Jahre. Das Öko-Institut betitelte damals eine Prognose so, die sich mit dem Atomausstieg und der Abkehr von Erdöl beschäftigte – damals noch beinahe Tabuthemen. Salonfähig wurde die „Energiewende“ hierzulande spätestens 2002 auf einer Fachtagung des Bundesumweltministeriums, die sich mit dem 2000er Atomausstieg und dem Klimaschutz beschäftigte.

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