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Noch bevor dieses Ziel der Regierung umgesetzt ist, setzt die Koalition mit den jüngsten Beschlüssen eine andere Priorität und möchte mit dem Betreuungsgeld ab dem Jahr 2013 jene Eltern finanziell unterstützen, die das Angebot des Staates nicht in Anspruch nehmen – ein falscher Ansatz. Mit dem Betreuungsgeld bestünde die Gefahr, dass sich besonders aktuell Teilzeit beschäftigte und geringqualifizierte Eltern aus dem Arbeitsleben zurückziehen und ihre Kinder gar nicht mehr in die Kita schicken. Je länger dies der Fall, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass der oder die Daheimgebliebene später gar keinen Job mehr findet und dem Haushalt damit dauerhaft das zweite Einkommen fehlt.

Damit steigt sowohl das Armutsrisiko im materiellen Sinne, aber auch im Sinne fehlender Bildung. Denn gerade Kinder von geringer qualifizierten Eltern profitieren in hohem Maße von einer frühkindlichen Förderung in einer Kita. Keine Effekte hat das Betreuungsgeld dagegen bei Familien, die bereits heute ihre Kinder nicht in die Krippe geben – hier hätte das Betreuungsgeld nur einen reinen Mitnahmeeffekt.

19. August 2016

Bildung Bildung – der Schlüssel zur Flüchtlings-Integration Arrow

Für eine reibungslose Integration von Flüchtlingen ist der Erwerb von Deutschkenntnissen zwar eine wichtige Grundlage, reicht aber allein nicht aus. Vielmehr bedarf es einer ganzen Reihe an Maßnahmen - und die kosten Geld: Allein im Jahr 2017 müsste der Staat nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) 3,5 Milliarden Euro in die Hand nehmen. mehr auf iwd.de

Kinderbetreuung
IW-Nachricht, 21. Juli 2016

Kinderbetreuung Noch ein weiter WegArrow

Im März 2016 besuchten 721.000 unter Dreijährige eine Kindertageseinrichtung oder -pflege. Damit gab es noch nicht einmal jene 750.000 Betreuungsplätze, auf die sich die Politik beim Krippengipfel 2007 verständigt hatte. Gleichzeitig ist der Bedarf in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – laut Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) ergibt sich aktuell eine Lücke von rund 165.000 Betreuungsplätzen. mehr

18. Juli 2016

Geburten Unehelich – na und?Arrow

Mittlerweile kommt rund jedes dritte Kind in Deutschland nichtehelich auf die Welt. Vor allem im Osten sind Mütter häufig unverheiratet – wesentlich öfter als im Westen. Und überraschenderweise erblicken die meisten West-Babys mit unverheirateten Eltern nicht in den großen Städten das Licht der Welt, sondern in eher ländlichen Regionen. mehr auf iwd.de