Klimaverhandlungen in Qatar Image
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Mit dem Kyoto-Protokoll läuft Ende 2012 das derzeit einzig bindende Abkommen zum Klimaschutz aus. Doch schon heute ist seine Wirkung sehr begrenzt: Die Staaten, die sich einst verpflichtet haben, Treibhausgase zu reduzieren, sind nur noch für etwa 25 Prozent des globalen Ausstoßes verantwortlich.

Da es ab 2013 kein umfassendes Folgeabkommen geben wird, soll in Qatar nun zumindest das Kyoto-Protokoll verlängert werden. Doch immer mehr Länder wollen nicht mitziehen – zuletzt erklärten das Kanada und Neuseeland. Japan und Russland werden sich ebenfalls nicht mehr beteiligen; China, Indien und die USA waren ohnehin nie dabei. Damit erklären sich die Top-5-Emittenten, die zusammen über 55 Prozent des CO2-Ausstoßes verursachen, bei Thema Klimaschutz für nicht zuständig.

Gleichzeitig ist aber allen Konferenzteilnehmern klar, dass nur ein Vertrag zum Ziel führt, der alle großen Emittenten einbezieht. Für einen solchen Vertrag, der 2020 in Kraft treten könnte, sollen in Doha jetzt die Weichen gestellt werden. Die EU muss sich allerdings von der Überzeugung verabschieden, dass sie als Vorreiter voranpreschen kann. Denn würde die Europäische Union ihr Reduktionsziel für Emissionen auf 30 Prozent erhöhen, ohne dass die anderen wichtigen Industrienationen mitziehen, würde das hiesige Unternehmen im internationalen Wettbewerb weiter benachteiligen – ohne dem Klima nachhaltig zu nutzen.

Ansprechpartner

8. November 2016

Internationale Klimapolitik Von Kyoto über Paris nach MarrakeschArrow

Vor einem Jahr wurde das Pariser Klimaabkommen als bahnbrechender Erfolg gefeiert. Bis zum 18. November sitzen nun in Marrakesch jene Staaten zusammen, die das Abkommen bereits ratifiziert haben. Sie müssen ihren Worten Taten folgen lassen – keine einfache Aufgabe. mehr auf iwd.de

10. Oktober 2016

Erneuerbare Energien Ökostrom wird noch teurerArrow

Die Erzeugung von Strom aus Sonnenenergie, Windkraft und Co. kostet nach wie vor deutlich mehr, als sie am Markt einbringt. Daran ändert auch die jüngste Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) grundsätzlich nichts. Die Förderkosten dürften in den kommenden zehn Jahren sogar noch weiter steigen. Die Politik muss gegensteuern – auf ganz bestimmte Weise. mehr auf iwd.de

EEG-Reform
IW-Pressemitteilung, 5. Oktober 2016

EEG-Reform Stromkosten bleiben unberechenbarArrow

Weil die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien mehr kostet, als sie am Markt einspielt, erhalten Anlagenbetreiber einen milliardenschweren Zuschuss. Auch die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ändert daran kaum etwas – im Gegenteil: In den kommenden 10 Jahren dürften die Förderkosten weiter steigen, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. mehr