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Ver.di steht unter Zugzwang. Die Organisation hat seit dem Jahr 2000 fast 800.000 Mitglieder verloren und leidet im Verkehrssektor und im Gesundheitswesen unter der Konkurrenz verschiedener Berufsgewerkschaften. Zudem hat sich die Kampfstärke der Organisation verändert. Die klassischen Streiktruppen – Busfahrer und Müllwerker – sind vielfach ausgelagert oder in eigene Spartentarifverträge überführt worden. An ihre Stelle sind nun die Erzieherinnen getreten. Sie müssen heute unter erschwerten Bedingungen ihren Job erledigen, die Anforderungen an sie nehmen zu, die Bezahlung ist noch nicht angepasst worden.

Die Großgewerkschaften haben somit ein handfestes Interesse daran, die wachsende Unzufriedenheit des Kitapersonals zu kanalisieren. Ansonsten droht, dass eine neue homogene und streikmächtige Berufsgruppe ihre Interessen in einer eigenen Organisation durchsetzen wird. Diese Gefahr ist real, wie sich aus den zuletzt steigenden Mitgliederzahlen der GEW andeutet. Die "Lehrergewerkschaft" organisiert nämlich ebenfalls Erzieherinnen und tritt verstärkt für deren Belange ein.

30. November 2016

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Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten digital und mobil. Das führt zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie – wenn die Unternehmen die Chancen der Digitalisierung ergreifen. mehr auf iwd.de

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IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

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