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Die Arbeitgeber bieten für Erzieherinnen nicht nur mehr Geld an. Es wird sogar eine eigene Entgelttabelle für die Berufsgruppe vorgeschlagen, an denen sich dann auch die Entgelttabellen für Pädagoginnen orientieren sollen. Derzeit sind Erzieherinnen in die Gruppe 6 des Tarifvertrags für den Öffentlichen Dienst (TVöD) eingeordnet. Künftig sollen erfahrene Kräfte bis zu drei Gruppen höher rutschen können. Das bedeutet je nach Beschäftigungsdauer 110 bis 229 Euro pro Monat mehr. Gravierender aber dürfte sein: Die eigenständige Entgelttabelle für eine bestimmte Berufsgruppe deutet an, in welche Richtung die Tarifpolitik der großen Branchengewerkschaften verstärkt laufen könnte. Würden mehr Differenzierungen zwischen den Berufsgruppen geschaffen, ließen sich weitere Abspaltungen von Berufsgruppen verhindern.

Arbeitskampf bei Amazon
Gewerkschaftsspiegel, 22. August 2016

Arbeitskampf bei Amazon Pro: Ein notwendiger TarifkonfliktArrow

Die Gewerkschaftsfeindlichkeit des Unternehmens hat nicht nur für die Beschäftigten im Handel negative Folgen, sondern untergräbt auch in anderen Bereichen die Standards von guter Arbeit. Durch ihre Streiks haben die Beschäftigten viele Verbesserungen erreicht. Sie kämpfen weiter – aber nötig ist auch gesellschaftliche Solidarität, um grundlegende Arbeitnehmerrechte durchzusetzen. mehr

Arbeitskampf bei Amazon
Gewerkschaftsspiegel, 22. August 2016

Arbeitskampf bei Amazon Contra: Kräfteverhältnisse falsch eingeschätztArrow

Die Empörung über die fehlende Tarifbindung von Amazon ist mehr als nachvollziehbar. Doch ein Streik gibt nur dann Sinn, wenn er effektiv ist. Diese goldene Regel hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nicht beachtet und befindet sich nun seit drei Jahren in einem Arbeitskampf, den sie nicht gewinnen wird, aber auch nicht beenden will. Aus diesem Dilemma weiß sie keinen Ausweg. Doch Durchhalteparolen helfen den Beschäftigten nicht weiter. mehr

Gewerkschaftsspiegel, 22. August 2016

Arbeitskampf bei Amazon Grundsatzkonflikt mit politischem SprengstoffArrow

Seit Jahren schwelt ein Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem Online-Versandhändler Amazon. Vordergründig geht es um die Frage, ob das Unternehmen seine Mitarbeiter nach dem Einzelhandelstarif oder dem (geringer vergütenden) Logistiktarif bezahlen sollte. Tatsächlich dreht sich der Konflikt aber um die Frage, ob ein ausländischer Konzern dazu bereit ist, sich an die arbeitsrechtlichen und sozialpartnerschaftlichen Gepflogenheiten der Länder anzupassen, in denen er Tochterunternehmen unterhält. mehr