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Auch die steuerliche Bevorzugung der öffentlichen Tagespflege möchte von der Leyen beenden. Stattdessen sollen künftig alle Tagesmütter statt 54 Euro pro Kind eine einheitliche Betriebskostenpauschale von 300 Euro pro Monat bekommen. Die bislang bevorzugten gemeinnützigen Träger laufen Sturm gegen die Regierungspläne. Sie fürchten, die Kinder aus wohlhabenden Elternhäusern an die private Konkurrenz zu verlieren und allein mit sozialen Härtefällen dazustehen.

Doch genau das Gegenteil wäre der Fall: Mussten die Privaten bislang höhere Beiträge von Müttern und Vätern fordern, könnten sie ihren Vorteil aus der geplanten Förderung nun an alle Eltern weitergeben und der Wettbewerb würde fairer. Die Eltern hätten zudem eine größere Auswahl, wohin sie ihren Nachwuchs geben. Die Betreuungseinrichtungen selbst müssten sich dann daran messen lassen, wie gut sie wirklich sind: Flexiblere Öffnungszeiten, mehr Personal, bessere Qualität sowie eine kindgerechte Bildung wären künftig für die Eltern entscheidender als ein guter Kontakt zur Kommune.

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