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Schon in der Session 2009/2010 konnte der Einzelhandel laut Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) deutschlandweit ein Umsatzplus erzielen. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Kostümen, Schminksets und anderen Accessoires erhöhten sich danach leicht von 290 auf 295,6 Millionen Euro.

Nicht nur die Gastronomie, für die der Karneval ein starker Umsatzbringer ist, sondern auch das Hotelgewerbe, Friseure und Taxiunternehmen versprechen sich von den kommenden Tagen gute Geschäfte. In einer Studie für das Kölner Festkomitee kamen die Unternehmensberater der Boston Consulting Group (BCG) 2009 zu dem Ergebnis, dass der Karneval in Köln 460 Millionen Euro in die Kassen spült. Laut IHK Köln bewegen sich die Zahlen auch 2011 in dieser Größenordnung. Direkt am Karneval hängen laut BCG-Studie außerdem rund 5.000 Arbeitsplätze. Wie viele davon allerdings sozialversicherungspflichtig und dauerhaft sind, weisen die Berater nicht aus. Klar ist aber: Die Zahl der Taxifahrten wird während der kommenden Tage auf 540.000 ansteigen.

Hauptumsatztag ist in Köln traditionell der Rosenmontag. Während des etwa 900.000 Euro teuren Umzuges werden 140 Tonnen Kamelle, Süßigkeiten und 300.000 Blumensträußchen in die Menge geschmissen.

Etwa 3000 Unternehmen in Deutschland profitieren auch abseits der Session. Für die Hersteller von Kostümen und Perücken, Schminksets und Karnevalsorden ist an 365 Tagen im Jahr Karneval. Mittlerweile macht aber auch die Globalisierung vor dem Karneval nicht mehr halt: Viele Artikel werden wegen der geringeren Produktionskosten in China gefertigt.

Der Bund Deutscher Karneval (BDK) schätzte den Gesamtumsatz durch den Karneval in Deutschland in den vergangenen Jahren auf über 5 Milliarden Euro. In diesem Jahr will der BDK nach dem Ende der Session Zahlen aus einer neuen Studie vorlegen und erhofft sich daraus noch genauere Erkenntnisse über den Wirtschaftsfaktor Karneval.