Junge Beschäftigte Image
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Keine Frage: Jüngere sind weit häufiger befristet beschäftigt als Ältere, denn viele Betriebe nutzen Befristungen als Erprobungsinstrument. Genauso trifft aber auch zu, dass die meisten Arbeitnehmer, die zunächst befristet beschäftigt werden, im Laufe ihrer Karriere in unbefristete Stellen wechseln. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat ermittelt, dass fast drei Viertel der befristeten Verträge verlängert oder entfristet werden.

Zudem stimmt die Feststellung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), dass jüngere Arbeitnehmer geringere Einkommen haben als Ältere. Doch das ist auch berechtigt, denn Jüngere haben oft noch nicht die fachlichen und beruflichen Qualifikationen, die Ältere im Laufe ihres Berufslebens erworben haben. Die DGB-Studie stellt selbst fest: Der Anteil der Befragten ohne abgeschlossene Berufsausbildung ist unter den Jüngeren (noch) dreimal so hoch wie unter den Älteren.

Die Befunde des DGB sind mithin logische Folge der betrachteten Altersstruktur. Dazu passt, dass sich Jüngere keineswegs häufiger über ihre Arbeitsbedingungen beklagen. In der DGB-Umfrage beurteilen sie die betrieblichen Sozialleistungen gleich gut wie die Älteren und ihre Beschäftigungssicherheit sogar besser als die Kollegen. Eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigt darüber hinaus, dass Jüngere insgesamt zufriedener mit ihrer Arbeit sind als die Älteren – und zwar unabhängig davon, ob sie in Vollzeit, Teilzeit oder einem Minijob arbeiten.

Ansprechpartner

Ruf nach Regulierung
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Crowdworking Ruf nach RegulierungArrow

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales initiierten Dialogs „Arbeit 4.0“ werden gegen Ende dieses Jahres Vorschläge präsentiert, wie die sozialen Bedingungen und Spielregeln der zukünftigen Arbeitsgesellschaft gestaltet werden sollen. Dabei wird auch über eine Regulierung des Crowdworkings diskutiert. mehr

30. September 2016

Geringfügig Beschäftigte Minijobs sind kein JobmotorArrow

Minijobs haben, anders als gelegentlich behauptet, nichts zum Beschäftigungsaufbau der vergangenen zehn Jahre beigetragen. Im Gegenteil: Ihre Zahl ist zuletzt sogar leicht zurückgegangen. mehr auf iwd.de

Minijobs im Alter
IW-Nachricht, 30. August 2016

Minijobs im Alter Rentner wollen sich was gönnenArrow

In Deutschland haben rund 900.000 Rentner einen Minijob. Was einige Politiker vorschnell als Signal für eine steigende Altersarmut werten, ist aber eigentlich positiv: Die Entwicklung dürfte eher auf einen gesunden Arbeitsmarkt zurückzuführen sein. mehr