Jahresgutachten Migration Image
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Dabei stellt diese Gruppe, die sich in den vergangenen zehn Jahren auf über 27.000 Personen verdoppelt hat, die idealen Zuwanderer dar: Sie sind jung, haben oft einen technisch-naturwissenschaftlichen Abschluss und sprechen typischerweise bereits gut Deutsch: perfekte Voraussetzungen, um sich erfolgreich auch in den hiesigen Arbeitsmarkt zu integrieren. Noch heute müssen viele von ihnen jedoch Deutschland wieder verlassen, etwa wenn Behörden der Meinung sind, dass die nach dem Examen angenommene Tätigkeit nicht der im Studium erworbenen Qualifikation entspricht.

Das Jahresgutachten fordert zur langfristigen Fachkräftesicherung ein Drei-Säulen-Modell: Erstens sollte die für eine Niederlassungserlaubnis notwendige Mindesteinkommensgrenze von derzeit noch 64.800 auf etwa 40.000 Euro gesenkt und die für Zuwanderung aus Drittstaaten in der Regel verpflichtende Vorrangprüfung zumindest beschleunigt werden. Zweitens sollten die Bleibeoptionen für ausländische Studenten nach deren Studienabschluss in Deutschland deutlich verbessert werden. Drittens schließlich sollte endlich ein Punktesystem eingeführt werden, das sich an der Qualifikation der Bewerber und an dem anhaltend hohen Arbeitskräftebedarf in den MINT-Berufen orientiert.

IW-Kurzbericht, 14. Februar 2017

Oliver Koppel / Axel Plünnecke Erste Erfolge der qualifizierten Zuwanderung aus IndienArrow

Bereits in den letzten Jahren haben Zuwanderer erheblich zur Fachkräftesicherung in MINT-Berufen beigetragen. Bestrebungen, MINT-Zuwanderer aus dem Herkunftsland Indien zu gewinnen, zeigen erste Erfolge – sowohl die Zahl der Beschäftigten in akademischen MINT-Berufen als auch die Zahl der Studierenden in MINT-Fächern sind zuletzt deutlich gestiegen. mehr

Zuwanderung in die Großstädte
Gutachten, 7. Februar 2017

Philipp Deschermeier / Ralph Henger / Björn Seipelt / Michael Voigtländer Zuwanderung in die Großstädte und resultierende WohnungsnachfrageArrow

Die Nachfrage nach Wohnraum in den deutschen großen Städten ist nach wie vor hoch. Ursächlich dafür ist die starke Zuwanderung sowohl aus dem Ausland als auch dem Inland. Allerdings gelingt es den Großstädten nicht, genügend zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, um die Nachfrage zu bedienen. mehr

Demografie
IW-Nachricht, 1. Februar 2017

Demografie Schrumpfen war gesternArrow

Die Rekordzuwanderung des Jahres 2015 und steigende Geburtenzahlen hellen die einst düsteren Demografie-Aussichten auf – derzeit wächst die deutsche Bevölkerung. Auch auf lange Sicht rechnet die Bundesregierung mit einer stabilen Bevölkerungszahl. Die politischen Herausforderungen werden aber nicht weniger. mehr