Internationaler Währungsfonds Image
Quelle: Fotolia

Die Finanzkrise hat auch den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurück ins Geschäft gebracht. Denn der Fonds ist dazu da, Währungen zu stabilisieren und einzugreifen, wenn Staaten in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Eine ganze Reihe von Ländern musste in den vergangenen Monaten auf seine Hilfe zurückgreifen, darunter die Ukraine, Ungarn, Rumänien und Pakistan.

Zeitgleich sind vielfältige IWF-Reformen in Gang gekommen – beispielsweise, was die Konditionen betrifft, unter denen sich Staaten Geld leihen können. So hat der IWF eine Krisenvorsorge-Kreditlinie umgestaltet, die erst im Oktober 2008 neu geschaffen wurde. Doch kein Land nahm diese Hilfe in Anspruch, denn die Bedingungen waren zu hart. Beispielsweise mussten betroffene Staaten den Kredit über neun Monate zurückzahlen. Jetzt können sie ihr Darlehen über fünf Jahre hinweg abstottern. Auch brauchen die Länder den angemeldeten Kredit gar nicht zu nutzen, sondern können ihn als Vorsichtsmaßnahme sozusagen erst einmal reservieren. Diese Lockerungen zeigen Wirkung: Mexiko hat bereits Interesse an einem 47-Milliarden-Dollar-Kredit angemeldet, in den vergangenen Tagen fragte Polen nach 20,5 Milliarden Dollar und nun liebäugelt auch Kolumbien mit dem IWF-Geld.

Ansprechpartner

16. November 2016

Außenhandel Überschüsse in der Leistungsbilanz sind kein SanktionsgrundArrow

Die deutsche Wirtschaft schreibt im Außenhandel schwarze Zahlen. Anders als oft behauptet geht der Leistungsbilanzüberschuss jedoch nicht zulasten der Krisenländer im Euroraum. Vielmehr hat der wirtschaftliche Aufstieg der Schwellenländer zu einer besonders großen Nachfrage nach Produkten der deutschen Investitionsgüterbranche geführt. mehr auf iwd.de

Michael Hüther im Handelsblatt
Gastbeitrag, 19. August 2016

Michael Hüther im Handelsblatt Enttäuschte HoffnungenArrow

Mit der Globalisierung waren die zwei Illusionen verbunden, dass Entwicklungspotenziale in der dritten Welt gehoben werden und dass die Welt sicherer wird. Heute lässt sich Globalisierung anders lesen, schreibt IW-Direktor Michael Hüther in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. mehr

Armutsbekämpfung
17. Dezember 2015

Armutsbekämpfung Sinnvoll angelegtes GeldArrow

Der Bundestag hat zuletzt die Mittel für die Entwicklungshilfe aufgestockt. Damit soll zum einen mehr Geld in die ärmsten Länder der Welt fließen. Zum anderen will man auch jenen Staaten helfen, die Flüchtlinge aus der Region aufnehmen. mehr auf iwd.de