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Das IW hat in einer Studie jüngst gezeigt, dass Zuwanderung die deutsche Wirtschaftskraft und öffentlichen Haushalte stärkt und den Wohlstand des Einzelnen fördert. Die IW-Berechnungen zeigen zudem, dass unter den Neuzuwanderern aus Bulgarien und Rumänien der Akademikeranteil relativ hoch ist und rund jeder fünfte erwerbstätige Bulgare oder Rumäne in Fach- und Führungspositionen tätig ist.

Aktuelle Auswertungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen darüber hinaus, dass es seit der Freizügigkeit innerhalb Europas kein massenhaftes Phänomen einer Armutseinwanderung gibt. Zwar ist der Anteil der Bulgaren und Rumänen, die Sozialleistungen beziehen, in diesem Jahr leicht gestiegen. Positiv ist aber zu bewerten, dass die Beschäftigtenquote unter Rumänen und Bulgaren im letzten Jahr von 49 auf 58 Prozent deutlich zugenommen hat. Auch die saisonbereinigte Arbeitslosenquote ist seit Anfang des Jahres rückläufig.

Zwischen den Kommunen gibt es dabei aber deutliche Unterschiede: Die Arbeitslosenquote der Bulgaren und Rumänen beträgt in Stuttgart nur 6,9 Prozent, in Duisburg indes 34,4 Prozent.

Daher sollte der Bund zwar wie geplant Hilfen für besonders betroffene Kommunen leisten, aber vor allem weiterhin ein klar positives Willkommenssignal für Zuwanderer senden.

IW policy paper

Wido Geis / Felicitas Kemeny: 12 gute Gründe für Zuwanderung

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Ansprechpartner

Die MINT-Lücke wäre noch deutlich größer, wenn wir nicht die starke Zuwanderung in den letzten Jahren gehabt hätten.
Interview, 1. Dezember 2016

Axel Plünnecke im Deutschlandfunk "Der Osten droht dauerhaft abgehängt zu werden"Arrow

In Deutschland fehlen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaft so viele Arbeitskräfte wie nie zuvor. Besonders der Osten sei betroffen, sagte Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Deutschlandfunk. Dort gebe es weniger Zuwanderung. Die helfe aber "sehr stark, die Fachkräftesicherung und die Innovationskraft zu erhalten". mehr

MINT-Herbstreport 2016
Gutachten, 30. November 2016

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Herbstreport 2016 – Bedeutung und Chancen der ZuwanderungArrow

MINT-Kräfte haben eine zentrale Bedeutung für die Innovationskraft in Deutschland. Vor diesem Hintergrund ist es eine gute Nachricht, dass die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern von 2011 bis 2014 um rund 84.000 pro Jahr gestiegen ist. In vielen Regionen Deutschlands leisten Zuwanderer einen Beitrag gegen Fachkräfteengpässe. mehr

Gastbeitrag, 4. November 2016

Hans-Peter Klös in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Welche Bildung braucht die Volkswirtschaft?Arrow

Das exportorientierte technikbasierte "Geschäftsmodell Deutschland" beruht auf einem besonderen Arbeitskräftemix. Um ihn zu erhalten, muss die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung noch größer werden. mehr