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Das Statistische Bundesamt zählt die Abschlüsse – und damit auch doppelt: Wer 2005 seinen Bachelor und 2008 den aufbauenden Master absolviert, gilt in beiden Jahren als „neuer“ Absolvent. Solange Diplomabschlüsse dominierten, gab es kaum einen Unterschied zwischen Personen- und Abschlusszahlen, höchstens, wenn der Dipl.-Ing. noch promovierte. Seit Einführung der neuen Abschlüsse bleiben jedoch 60 Prozent der Fachhochschul-Ingenieure nach dem Bachelor in der FH, meist für einen Masterstudiengang. Von den Uni-Kommilitonen sind es sogar 87 Prozent, die noch mal draufsatteln – typischerweise ebenfalls den Master.

Bereinigt man die Statistik um diese Tatsachen und um Promotionen, so ist die Zahl der Ingenieursabsolventen zwischen 2005 und 2008 um lediglich 16 Prozent gestiegen – und damit deutlich weniger als im akademischen Durchschnitt. Entsprechend ist der Anteil der Ingenieure an allen Absolventen weiter gesunken und erreichte im Jahr 2008 einen neuen Tiefststand von nur noch 16 Prozent.

1. Dezember 2016

MINT-Arbeitsmarkt Auf Zuwanderer angewiesenArrow

In Deutschland ist Personal in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) seit Jahren knapp. Ohne die ausländischen Beschäftigten wäre die Fachkräftelücke sogar noch größer. Zur Verbesserung der Lage braucht es eine gezielte Zuwanderungspolitik. mehr auf iwd.de

Die MINT-Lücke wäre noch deutlich größer, wenn wir nicht die starke Zuwanderung in den letzten Jahren gehabt hätten.
Interview, 1. Dezember 2016

Axel Plünnecke im Deutschlandfunk "Der Osten droht dauerhaft abgehängt zu werden"Arrow

In Deutschland fehlen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Technik und Naturwissenschaft so viele Arbeitskräfte wie nie zuvor. Besonders der Osten sei betroffen, sagte Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Deutschlandfunk. Dort gebe es weniger Zuwanderung. Die helfe aber "sehr stark, die Fachkräftesicherung und die Innovationskraft zu erhalten". mehr

MINT-Herbstreport 2016
Gutachten, 30. November 2016

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Herbstreport 2016 – Bedeutung und Chancen der ZuwanderungArrow

MINT-Kräfte haben eine zentrale Bedeutung für die Innovationskraft in Deutschland. Vor diesem Hintergrund ist es eine gute Nachricht, dass die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern von 2011 bis 2014 um rund 84.000 pro Jahr gestiegen ist. In vielen Regionen Deutschlands leisten Zuwanderer einen Beitrag gegen Fachkräfteengpässe. mehr