Quelle: Fotolia Image

Die Produktion in Industrie, Bau und Energieerzeugung gab im Juni 2012 gegenüber Mai zwar um 0,9 Prozent nach, doch der aussagekräftigere 2-Monatsvergleich gegenüber März und April zeigte noch ein Mini-Plus von 0,1 Prozent. Im Vergleich zum Juni 2011 gab es ein kleines Minus von 0,3 Prozent.

Entscheidender als diese homöopathischen Veränderungen ist aber die Frage, ob die Krise der südeuropäischen Länder nun auch die deutsche Binnenwirtschaft lähmt. Bei den Auftragseingängen gab es im Juni einen Rückgang um 1,7 Prozent gegenüber Mai, wobei neben der schwächelnden Eurozone auch das Inland 2 Prozent weniger orderte.

Die Exportaufträge von außerhalb der Eurozone konnten das auch nicht mehr ausgleichen, denn ihr Plus blieb unter 1 Prozent. Die Ausfuhren sanken im Juni zwar leicht gegenüber Mai, lagen aber um 7,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Da die Einfuhren kaum ausgeweitet wurden, stieg der Handelsbilanzsaldo kräftig an.

Die Investitionsgüterherstellung expandierte zuletzt noch, während Vorleistungs- und vor allem Konsumgüterproduzenten Einschränkungen meldeten. Auch bei den Aufträgen schnitten Investitionsgüter am besten ab. Dies spricht nicht gerade für einen bevorstehenden Wirtschaftseinbruch, denn dann würden nach bisherigen Erfahrungen insbesondere Investitionen gestoppt, während der Konsum eher stabilisierend wirkt.

Im Moment weisen die Daten daher eher auf eine temporäre Abkühlung als auf einen Konjunktureinbruch hin – jedenfalls solange sich die deutschen Konsumenten und Unternehmer nicht doch noch von der Euromisere anstecken lassen.

Ansprechpartner

Themen

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 12. Januar 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Rally der Metallpreise macht Verarbeitern zu schaffenArrow

Die Aufwärtsbewegung an den internationalen Metallmärkten hat sich auch zum Ende des vergangenen Jahres hin fortgesetzt. Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) stieg im Dezember um 3,6 Prozent, nachdem er im November bereits um 11,5 Prozent in die Höhe gegangen war, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. mehr

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 14. Dezember 2016

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Industriemetallpreis-Index springt um ein ZehntelArrow

Die Notierungen an den internationalen Metallmärkten sind im November stark gestiegen. Außer Gold und Silber sind alle bedeutenden Metalle deutlich teurer geworden, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. mehr

12. Dezember 2016

M+E-Strukturbericht Das Wissen entscheidetArrow

Humankapital, Forschung und Entwicklung, wissensintensive Tätigkeiten – mit diesen Zutaten erwirtschaften hochentwickelte Länder wie Deutschland ihren Wohlstand. Für die Metall- und Elektro-Industrie sind sie neben handfesten Rohstoffen wie Öl, Metall und Seltenen Erden von besonderer Bedeutung. mehr auf iwd.de