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Die Preise für neu gebaute Eigentumswohnungen und Reihenhäuser sind im vergangenen Jahr hierzulande um 3,8 bzw. 2,0 Prozent gestiegen. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens BulwienGesa, das jährlich Daten über die Entwicklung der Immobilienmärkte in 125 deutschen Städten erhebt. Die Wohnungsmieten kletterten demnach ebenfalls durchschnittlich um 2,4 Prozent – dieser Trend wird sich wohl in diesem Jahr aufgrund der guten Konjunktur und der niedrigen Zinsen fortsetzen.

Auch Büros und Gewerbegrundstücke sind rund 1 Prozent teurer geworden. Nach oben ist allerdings zumindest im Bürosektor nicht mehr viel Luft – hohe Leerstandsquoten dürften 2011 Preis- und Mietaufschläge verhindern.

Der Grund für das gute Jahr: Deutschland profitiert von seinen soliden Finanzierungspraktiken. Deutsche Immobilien werden in der Regel langfristig finanziert, wodurch Zinsänderungen und Kapitalmarktbedingungen weniger stark auf die Immobilienpreise durchschlagen.

Anders sieht es jenseits der deutschen Grenzen aus: Wohnimmobilien in Großbritannien und Spanien haben 2010 erneut um 3,4 bzw. 3,9 Prozent an Wert verloren - und das obwohl dort die Häuserpreise bereits seit der Krise sehr stark eingebrochen sind. Auch für dieses Jahr sehen die Prognosen dort düster aus.