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Weniger klar fielen die Aussagen zum künftigen tarifpolitischen Kurs der Gewerkschaft aus. Eine Lohndiskussion wurde aus gutem Grunde nicht angestoßen. Klar ist, dass die IG Metall ihre Kampagnen gegen Zeitarbeit ebenso fortsetzt wie die Forderung nach einer Übernahme aller Auszubildenden nach deren erfolgreicher Ausbildung. Damit setzt sie das zuletzt gute Klima zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern einem rauen Wind aus. Denn die Arbeitgeber weisen auf die Notwendigkeit von Zeitarbeit hin, warnen vor den negativen Beschäftigungsfolgen eines „equal pay“ und lehnen eine „Verbeamtung“ der Auszubildenden ab. Die aktuell positive Mitgliederentwicklung in den Gewerkschaften könnte deren Streitlust in diesen Punkten stärken.

Andererseits wissen die Gewerkschaften, dass der jüngste Mitgliederzuspruch auch eine Folge des guten Krisenmanagements in der Rezession ist, wodurch ein massiver Beschäftigungsabbau in der M+E-Industrie verhindert wurde. Angesicht der steigenden Konjunkturrisiken tut die Organisation daher gut daran, die Lohndebatte möglichst nah zum Ende der Laufzeit des aktuellen Tarifvertrags zu führen. Sie endet Ende März 2012.

26. August 2016

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Kaum ein Wirtschaftszweig hat seine Fertigungstiefe so konsequent heruntergeschraubt wie die deutsche Autoindustrie – und im Gegenzug die Kooperation mit den Vorleistungslieferanten ausgebaut. Das hat nicht nur die Autobauer im internationalen Wettbewerb stark gemacht, sondern auch die hiesige Zulieferindustrie: Sie ist ein wirtschaftliches Schwergewicht und bedeutender Arbeitgeber. mehr auf iwd.de

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Gewerkschaftsspiegel, 22. August 2016

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Die Empörung über die fehlende Tarifbindung von Amazon ist mehr als nachvollziehbar. Doch ein Streik gibt nur dann Sinn, wenn er effektiv ist. Diese goldene Regel hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nicht beachtet und befindet sich nun seit drei Jahren in einem Arbeitskampf, den sie nicht gewinnen wird, aber auch nicht beenden will. Aus diesem Dilemma weiß sie keinen Ausweg. Doch Durchhalteparolen helfen den Beschäftigten nicht weiter. mehr