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Weniger klar fielen die Aussagen zum künftigen tarifpolitischen Kurs der Gewerkschaft aus. Eine Lohndiskussion wurde aus gutem Grunde nicht angestoßen. Klar ist, dass die IG Metall ihre Kampagnen gegen Zeitarbeit ebenso fortsetzt wie die Forderung nach einer Übernahme aller Auszubildenden nach deren erfolgreicher Ausbildung. Damit setzt sie das zuletzt gute Klima zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern einem rauen Wind aus. Denn die Arbeitgeber weisen auf die Notwendigkeit von Zeitarbeit hin, warnen vor den negativen Beschäftigungsfolgen eines „equal pay“ und lehnen eine „Verbeamtung“ der Auszubildenden ab. Die aktuell positive Mitgliederentwicklung in den Gewerkschaften könnte deren Streitlust in diesen Punkten stärken.

Andererseits wissen die Gewerkschaften, dass der jüngste Mitgliederzuspruch auch eine Folge des guten Krisenmanagements in der Rezession ist, wodurch ein massiver Beschäftigungsabbau in der M+E-Industrie verhindert wurde. Angesicht der steigenden Konjunkturrisiken tut die Organisation daher gut daran, die Lohndebatte möglichst nah zum Ende der Laufzeit des aktuellen Tarifvertrags zu führen. Sie endet Ende März 2012.

18. Januar 2017

IW-Verbandsumfrage 2017 Leichte Verunsicherung in der Metall- und Elektro-IndustrieArrow

Die Metall- und Elektro-Industrie in Deutschland blickt vorsichtig optimistisch auf das neue Jahr: Sechs von neun Branchenverbänden der M+E-Industrie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) befragt hat, rechnen mit einem leichten Produktionszuwachs. Doch der drohende Brexit und der Regierungswechsel in den USA sorgen für Unsicherheit. mehr auf iwd.de

13. Januar 2017

ver.di Mit Streiklust gegen MitgliederschwundArrow

Fünfzehn Jahre nach der Gründung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft fällt die Bilanz gemischt aus. Die Mitgliederzahl von ver.di ging um ein gutes Viertel zurück, die Finanzen sind wieder auf dem aufsteigenden Ast – auch dank höherer Lohnabschlüsse. mehr auf iwd.de