Hochwasser Image
Quelle: Fotolia

So wird beispielsweise Sachsen, wo das Jahrhunderthochwasser von 2002 in unguter Erinnerung ist, wohl mit einem blauen Auge davonkommen. Diesmal ist die Dresdener Altstadt der Überflutung entgangen, und nur wenige 1.000 Einwohner der Landeshauptstadt sind direkt betroffen. Allerdings zeigen sich im Freistaat die Auswirkungen deutscher Langsamkeit und Klagewut: Von über 300 nach der 2002er-Flut geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen sind erst 80 fertiggestellt. Denn vielerorts gab und gibt es Gerichtsverfahren um geplante Flutmauern oder die Rückverlegung von Deichen.

Die Landesregierung von Sachsen rechnet aktuell mit Überschwemmungs-Schäden von etwa 2,5 Milliarden Euro. Die bundesweite Schadenssumme könnte angesichts der vielen betroffenen Regionen die 6-Milliarden-Marke übersteigen. Dennoch wird man in der Wirtschaftsentwicklung Deutschlands wohl keine Flut-Delle finden: Wichtige Industrieanlagen wie das VW-Werk in Zwickau, das Leipziger Porsche-Werk oder der Chemiepark Bitterfeld mussten zwar kurzzeitig die Fertigung einstellen, blieben aber unbeschädigt.

Die Mittelständler, deren Firmengelände direkt betroffen sind, haben es da schon schwerer. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Produktion oft schneller wieder anläuft als zunächst gedacht. Wichtig ist dafür aber eine zügige und bürokratiearme Auszahlung von Hilfsgeldern.

Da die Fluten nach bisherigen Informationen weniger Infrastruktur zerstört haben als 2002, ist vom Wiederaufbau nach dem Hochwasser indes kein großer Konjunkturimpuls zu erwarten – damit andererseits aber auch keine nennenswerte Belastung des Staatshaushalts.

Ansprechpartner

Zuwanderung in die Großstädte
Gutachten, 7. Februar 2017

Philipp Deschermeier / Ralph Henger / Björn Seipelt / Michael Voigtländer Zuwanderung in die Großstädte und resultierende WohnungsnachfrageArrow

Die Nachfrage nach Wohnraum in den deutschen großen Städten ist nach wie vor hoch. Ursächlich dafür ist die starke Zuwanderung sowohl aus dem Ausland als auch dem Inland. Allerdings gelingt es den Großstädten nicht, genügend zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, um die Nachfrage zu bedienen. mehr

9. Januar 2017

Konjunktur Ostdeutsche Wirtschaft hält mitArrow

Die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland hat in den vergangenen Jahren mit der im Westen Schritt gehalten. Das gilt voraussichtlich auch für 2017, wobei die Aussichten für beide Regionen verhalten sind. mehr auf iwd.de

Interview, 9. Januar 2017

Wido Geis im MDR "Problem Männerüberschuss"Arrow

In den vergangenen Jahren sind viele Frauen aus dem Osten in den Westen gegangen. Inzwischen verlassen mehr Männer den Osten. Das geht aus einer Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Dennoch herrscht demnach in den strukturschwachen Regionen weiter Männerüberschuss. IW-Migrationsforscher Wido Geis auf MDR Aktuell zu den Folgen. mehr