Hochschulzugang Image
Quelle: Fotolia

Die Regierungschefs von Bund und Ländern haben im Oktober 2008 die „Qualifizierungsinitiative für Deutschland“ gestartet. Ziel der Initiative ist es, die Qualität des Bildungssystems deutlich zu steigern und die Höherqualifizierung stärker zu fördern. Dafür soll das Bildungssystem durchlässiger werden, etwa indem der Hochschulzugang geöffnet wird, um die Zahl der Studienanfänger zu steigern.

Nun haben die Länder im Rahmen der KMK eine ihrer zentralen Selbstverpflichtungen umgesetzt und einheitliche länderübergreifende Kriterien für den Hochschulzugang beruflich qualifizierter Bewerber ohne Abitur vereinbart. Demnach erhalten Absolventen einer beruflichen Aufstiegsfortbildung zum Meister, Techniker, Fachwirt und vergleichbarer Abschlüsse den allgemeinen Hochschulzugang. Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung steht unter bestimmten Voraussetzungen der fachgebundene Zugang zur Hochschule offen.

Dies ist ein wichtiger Schritt hin zur Gleichwertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung. Um Berufspraktikern nicht nur den Zugang zu öffnen, sondern ihnen ein erfolgreiches Studieren zu ermöglichen, ist es nun erforderlich, ihnen beim Start ins Studium etwa über Brückenkurse zu helfen. Zudem muss klar definiert werden, wie beruflich erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten auf ein Hochschulstudium angerechnet werden können. Eine aktuelle IW-Studie hat gezeigt, dass beispielsweise ein staatlich geprüfter Betriebswirt bei einer angemessenen Vergabe sogenannter Credit-Points und entsprechender Förderung sein Bachelorstudium in vier statt sechs Semestern absolvieren könnte.

Geringqualifizierte – mehr einfache Jobs erforderlich
IW-Kurzbericht, 27. Januar 2017

Holger Schäfer Geringqualifizierte – mehr einfache Jobs erforderlichArrow

Die Arbeitsmarktchancen für Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung haben sich in den letzten zehn Jahren zwar verbessert. Der Erfolg beruhte aber vor allem darauf, dass es weniger Geringqualifizierte gibt. Er kam nicht dadurch zustande, dass im Segment einfacher Tätigkeiten vermehrt Arbeitsplätze geschaffen wurden. Für die Arbeitsmarktintegration der Flüchtlinge sind solche Arbeitsplätze aber essentiell. mehr

IW-Nachricht, 26. Januar 2017

Auslandsstudium Eine europäische ErfolgsstoryArrow

Dank Bologna und Erasmus hat sich die Zahl der deutschen Studierenden im Ausland seit den 1990er Jahren mehr als verdreifacht, wie das Statistische Bundesamt heute mitteilt. Das Auslandsstudium verbessert die Jobchancen und stärkt das Interesse für Europa. Der Brexit stellt diesen Austausch jedoch teilweise in Frage. mehr

Fortbildungsabsolventen
IW-Analyse, 22. Dezember 2016

Regina Flake / Dirk Werner / Michael Zibrowius Fortbildungsabsolventen – Arbeitsmarktergebnisse und KarriereperspektivenArrow

Die Fachkräfteversorgung ist ein zentrales Thema für Unternehmen zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und ihrer Innovationskraft. Dies umfasst nicht nur den Bedarf an Akademikern. Vielmehr sind Engpässe im Bereich der beruflich qualifizierten Fachkräfte sowie der Spezialisten, die einen beruflichen Fortbildungsabschluss besitzen, inzwischen das größere Problem. mehr