Hochschulfinanzierung Image
Quelle: Fotolia

Die Zahl der Studierenden hat Rekordwerte erreicht und die Reputation der Hochschulforschung ist durch die Exzellenzinitiative international besser sichtbar geworden. Diese positiven Entwicklungen sind nicht zuletzt dem Engagement des Bundes in der Hochschulfinanzierung zu verdanken: Seine finanzielle Beteiligung ist in den letzten zehn Jahren dreimal so stark gestiegen wie die der Länder. Allerdings fließen die zusätzlichen Mittel in befristete Programme. Wie es nach 2020 weitergeht, ist bislang völlig offen.

Die Spitzenverbände der Wirtschaft fordern deshalb eine dauerhafte gemeinsame Finanzierungsverantwortung von Bund und Ländern. Gleichzeitig sollen stärker als bisher Wettbewerbs- und Investitionsanreize gesetzt werden. So soll das Geld des Bundes – anders als im Hochschulpakt – nicht für mehr Studienanfänger, sondern für mehr Absolventen fließen. So bestünde nicht nur ein Anreiz, in mehr Studienplätze zu investieren. Vielmehr würden die Hochschulen motiviert, Studienabbrüche wirkungsvoll zu bekämpfen.

Für innovative Lehrprojekte sollen die Hochschulen weitere Mittel bei einem bundesweiten Förderwerk einwerben können. In der Forschung sollen erfolgreich eingeworbene Drittmittel indes durch einen staatlichen Bonus aufgestockt werden. Zusätzliches Geld zur Qualitätsverbesserung soll die Wiedereinführung von Studiengebühren bringen. Damit die Gebühren sozialverträglich sind und niemanden abschrecken, würden sie nach dem Willen der Wirtschaft allerdings erst dann fällig, wenn die Studenten nach erfolgreichem Abschluss ein bestimmtes Einkommen erzielen.

Vorschlag von BDA, BDI, IW und Stifterverband

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Bundesverband der Deutschen Industrie, Institut der deutschen Wirtschaft Köln und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft: Hochschulfinanzierung – Ganzheitlich, transparent und leistungsorientiert gestalten

IconDownload | PDF

Ansprechpartner

16. Dezember 2016

Digitalisierung Die meisten Hochschulen arbeiten noch analogArrow

Ausgerechnet dort, wo neues Wissen entsteht, steckt die Digitalisierung noch in den Kinderschuhen. Bislang verknüpft in Deutschland erst jede dritte Hochschule die klassische Präsenzlehre mit digitalen Lehr- und Lernformen. Auch die Studenten nutzen internetbasierte Medien nur selten zum gemeinsamen Lernen oder Üben. mehr auf iwd.de

15. Dezember 2016

Digitale Medien „Das Entscheidende lernen Studenten nicht am Computer“Arrow

Was können digitale Medien in der Hochschullehre leisten? Welche Innovationen gibt es in Lern- und Prüfungsszenarien? Mit diesen Fragen hat sich Jörn Loviscach, Professor für Ingenieurmathematik und technische Informatik an der Fachhochschule Bielefeld, im Hochschulforum Digitalisierung beschäftigt. mehr auf iwd.de

"Der Master wird überschätzt"
Interview, 13. Dezember 2016

Christiane Konegen-Grenier in Zeit Campus "Der Master wird überschätzt"Arrow

Ein Bachelorabsolvent, der längere Praktika gemacht hat, wird einem Masterabsolventen, der noch nie ein Unternehmen von innen gesehen hat, garantiert vorgezogen, sagt IW-Bildungsökonomin Christiane Konegen-Grenier im Interview mit dem Studentenmagazin Zeit Campus. mehr